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Großes Projekt in sieben Städten / Nachrüstung möglich
Smart: Kofferraum-Paketzustellung im großen Stil

Daimler
Smart und DHL testen die
Kofferaumzustellung in großem Stil
Das System arbeitet Smartphone-basiert über eine App, die Smart entwickelt hat. Dabei verweist Smart-Chefin Annette Winkler stolz auf die jedem anderen Autobauer überlegene Erfahrung dank der car2go-Flotte mit ihren inzwischen 1,9 Millionen Kunden weltweit. Der DHL-Zusteller wird per App über den gewünschten Lieferort informiert und kann den Smart einmalig und nur in einem bestimmten Zeitraum mittels TAN öffnen. Nach dem Verschließen - und der eventuellen Mitnahme dort deponierter Retouren - erlischt die Zugangsberechtigung. Der Auto-Eigner hat zuvor eine ebenfalls durch die App generierte TAN als Adresszusatz etwa bei einer Online-Bestellung angegeben; eine Beschränkung auf Amazon Prime, wie im Audi-Projekt, gibt es nicht.
Bei Smart sieht man die Paketzustellung oder das In-Car-Delivery, wie es neudeutsch heißt, nicht nur als einmalige PR-Maßnahme an, sondern als Auftakt einer Offensive "für noch viel mehr urbane Lebensqualität", wie Winkler es formuliert. Entsprechend wird der Pilottest nur anfangs auf Stuttgart begrenzt sein. Schon wenige Monate später sollen Köln, Bonn und Berlin folgen, später drei weitere Städte. Teilnehmer der Testphase erhalten die zum Betrieb notwendige "Connectivity Box" unter der Frontscheibe kostenlos eingebaut.
Smart lässt auch kaum einen Zweifel daran, dass aus dem Beta-Test schon kurzfristig mehr werden soll: Ab September bereits lassen sich Neuwagen mit einer entsprechenden Vorrüstung bestellen, ein Sondermodell ist angekündigt, und auch eine Nachrüstlösung ist in Planung. Diese soll es nicht nur für die aktuellen Modelle, sondern sogar auch den Fortwo-Vorgänger geben.
Gar kein Haken? Doch, mehrere, aber überschaubar: Das Cabrio bleibt außen vor, beim alten Fortwo gibt es das Nachrüst-Set nicht für Diesel-Modelle, DHL "zahlt" keine Treuepunkte wie an der Packstation, und natürlich darf das Auto nicht irgendwo in der Stadt und nicht in einem Parkhaus geparkt sein.
"Viele weitere Services, die das Leben in der Stadt erleichtern", seien in Planung, heißt es bei Smart. Vieles spricht dafür, dass dazu privates Carsharing zählen wird.











