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Gewinnwarnung: 6,5 Milliarden Euro zurückgestellt
VW-Skandal: Elf Millionen Autos betroffen

VW/M:ak
Der Abgas-Skandal von VW weitet sich aus,
aktuell sind offiziell 11.000.000 TDI-Fahrzeuge betroffen
Bei internen Prüfungen habe sich jedoch ergeben, dass die Software auch in anderen Diesel-Fahrzeugen des Konzerns installiert sei. Bei der Mehrheit dieser Motoren habe sie ebenfalls keine Auswirkungen. Allerdings sei bei Fahrzeugen mit Motoren aus der Baureihe EA 189 eine auffällige Abweichung zwischen Prüfstandswerten und realem Fahrbetrieb festgestellt worden. Weltweit handele es sich dabei um rund elf Millionen Autos. Man arbeite "mit Hochdruck daran, diese Abweichungen mit technischen Maßnahmen zu beseitigen", so VW.
Der Konzern kündigte an, noch in diesem Quartal 6,5 Milliarden Euro "ergebniswirksam zurückzustellen". Das ist die Summe, die vorläufig für die anstehenden Rückrufe, Prozesse, die US-Strafzahlungen und "weiterer Anstrengungen, um das Vertrauen unserer Kunden zurück zu gewinnen", eingeplant ist. Die Ergebnisziele des Konzerns für das Jahr 2015 werden entsprechend angepasst, ein Verlustjahr ist die Folge.
Ob der Aufsichtsrat in dieser Woche wie geplant den Vertrag von Konzernchef Martin Winterkorn verlängern wird, bleibt abzuwarten. Auch wenn der Abgas-Betrug derzeit in der Öffentlichkeit nach unserer Meinung höher gehängt wird als angemessen, ist dies kaum vorstellbar.











