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Nach drei Unfällen werden nur Doppelstock-fähige Reisemobile befördert
Sylt-Autoreisezug: Große Wohnmobile sind tabu

Fotolia/Konrad Weiss
Aktuell keine Beförderung großer Wohnmobile:
Sylt-Shuttle der Deutschen Bahn auf dem Hindenburgdamm
Grund sind nach Angaben der Bahn Unregelmäßigkeiten mit Wohnmobilen, die mit sogenannten Panoramadächern ausgestattet sind. In drei Fällen habe sich jüngst ein solches Dach während der Fahrt gelöst und sei abgefallen. Ein Sachverständiger soll die Vorfälle untersuchen.
Mit dem Sylt Shuttle befördert werden nach wie vor kleine Wohnmobile (auch mit Dachluken), die auf Doppelstockeinheiten befördert werden können. Dies sind Fahrzeuge bis maximal sechs Meter Länge, 2,70 Meter Höhe und maximal drei Tonnen Gesamtgewicht.
Betroffene Reisemobilisten kommen natürlich trotzdem auf die Insel oder von dort zurück aufs Festland. Mittel zum Zweck ist die Sylt-Fähre; die Bahn stellt Ersatzfahrkarten aus.
Neuer Betreiber ab Dezember 2015
Die Bahn ist nur noch auf absehbare Zeit Betreiber des Sylt Shuttle. Ab Dezember 2015 übernimmt die Railroad Development Corporation
Deutschland (RDC D) zunächst mit einstöckigen, angemieteten Waggons mindestens elf Verbindungen täglich. Das US-amerikanische Mutterunternehmen
hat sich für weitere 59 Verbindungen beworben, über deren Vergabe Bundesnetzagentur und DB Netz erst im Spätsommer entschieden werden.
Der neue Betreiber will den Service bei konstanten Preisen ausbauen; auf dem Plan stehen die Einrichtung von W-LAN-Hotspots an den Verladestationen in Westerland und Niebüll ebenso wie ein engmaschigerer Takt mit leichter merkbaren Abfahrtszeiten, eine angehobene Gewichtsgrenze für Pkw und ein optimiertes Reservierungssystem. Ab 2017 sollen neue, wesentlich lärmreduzierte Waggons eingesetzt werden. RDC D will sich auch für eine Elektrifizierung des Hindenburgdamms einsetzen.











