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Umweltbundesamt: Sicheres Autofahren ist auch mit Luft möglich
Gasfüllungen in Autoreifen fördern Treibhauseffekt
SF6 wird bei Kraftfahrzeugen an Stelle von Luft zur Reifenfüllung eingesetzt. Inzwischen wird dies von vielen Werkstätten und Reifenhändlern gegen einen geringen Aufpreis angeboten. Die SF6-Moleküle sind im Vergleich zur Luft größer und entweichen langsamer durch das Reifenmaterial. Die Folge: Der Luftdruck im Reifen bleibt für eine längere Zeit - die Hersteller sprechen von bis zu einem Jahr - stabil, das lästige Luftdruck-Prüfungen an der Tankstelle entfällt bzw. muss nur noch seltener vorgenommen werden. Außerdem sollen gasbefüllte Reifen eine höhere Fahrsicherheit bieten, zu geringerem Verbrauch beitragen und die Felge vor Rostbefall schützen. Viele Vorteile also, die jedoch mit vergleichsweise hohen Umweltbelastungen erkauft werden: Mit etwa dreijähriger Verzögerung - einem durchschnittlichen Reifenleben - entweicht bei der Demontage der Reifen das Gas ungehindert und vollständig in die Atmosphäre.
Das UBA empfiehlt daher, Reifen auch künftig konventionell mit Luft zu befüllen - jahrzehntelang bewährt, kostenfrei und umweltfreundlich. Ein sicher sinnvoller Tipp - jedenfalls solange, bis die Industrie hoffentlich einen Ersatzstoff bereitstellen kann, der die Vorzüge von SF6 mit Umweltfreundlichkeit verbindet.











