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BMW-Chef mit unschlüssiger Argumentation gegen Sechszylinder
BMW: Reithofer schließt Dreizylinder im 5er aus

BMW
"Schließe Dreizylinder im
5er momentan aus": BMW-Chef Reithofer
Dennoch werde das Downsizing bei BMW weitergehen und von den Kunden auch "angenommen", erklärte Reithofer. Obwohl viele BMW-Fahrer die Einstellung des Reihensechszylinders kritisiert haben, werde auch in der Oberen Mittelklasse immer stärker der Vierzylinder nachgefragt. Das zeigten die Verkaufsstatistiken. "Die weit überwiegende Mehrheit der Fahrzeuge der Oberen Mittelklasse werden in Europa mit Vierzylinder verkauft", so Reithofer, der insoweit aber offenbar bewusst das sprichwörtliche Pferd von hinten aufzäumt.
Wenn nämlich der Reihen-Sechszylinder angebotsseitig immer weiter zurückgedrängt wird, liegt es auf der Hand, dass der Vierzylinder-Anteil steigt. Eine Alternative wäre nur ein extremer Rückgang der Verkaufszahlen insgesamt. Zwar stimmt es, dass BMW den zurecht viel gelobten R6 noch immer anbietet, aber eben nicht mehr ab einem 520i wie einst, sondern nur noch in leistungsstarken Modellvarianten, die entsprechend teuer sind, für viele Dienstwagenfahrer nicht in Frage kommen und auch aus Imagegründen nicht jedermanns Sache sind. So gibt es im 5er den Sechszylinder nur noch zwischen 258 und 449 PS, alle "normalen" Modelle einschließlich eines 528i haben nur vier Zylinder.
Einen Turbo-freien Sechszylinder bietet BMW gar nicht mehr an. Die Vierzylinder-Modelle sind im für den Flottenverbrauch wichtigen Normverbrauch sparsamer und in der Herstellung günstiger, in der Realität aber ist der Verbrauchsvorteil oftmals kaum vorhanden oder verkehrt sich gar ins Gegenteil - von der fehlenden R6-Charakteristik und seinem Sound ganz zu schweigen. BMW ist es auch nicht peinlich, letzteren in manchen Vierzylinder-Modellen synthetisch nachzuahmen.











