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Ungewöhnliche Offenheit ein Jahr nach Opel-Einstieg
Opel-Chef Neumann: Ich hatte Opel nicht mehr auf dem Radar

Opel
"Opel nicht mehr
auf dem Radar": Neumann
"Ganz ehrlich, ich hatte Opel nicht mehr auf dem Radar", sagte er. Zugleich seien sowohl in Rüsselsheim als bei GM in Detroit "viele Fehler" gemacht worden. Erst mehrere Treffen mit GM-Managern in Frankfurt und Detroit hätten ihn schließlich vom Gegenteil überzeugt.
Das ehrliche Eingeständnis ist ungewöhnlich für Vorstandschefs. Normalerweise halten sich Manager mit Kritik und Skepsis am Arbeitgeber und den eigenen Vorgängern sehr zurück. Neumanns Offenheit passt aber zur aktuellen Werbekampagne des Konzerns, die das schlechte Image von Opel offensiv anspricht.
Frühere Wegbegleiter und Vorstandskollegen lobten Neumanns bisherige Arbeit in Rüsselsheim. "Neumann hat die Gabe, einen seit Jahren regungslosen Konzern wieder aufzuwecken und anzufeuern", sagte der frühere IG Metall-Boss Berthold Huber dem Magazin. Im Herbst 2012 sorgte Huber persönlich dafür, dass VW Neumann vorzeitig aus seinem Vertrag entließ, um den Chefposten bei Opel übernehmen zu können. Zwar habe er noch gewaltige Aufgaben vor sich, sagte Huber über Neumann. "Aber wenn er bei Opel die Wende schafft, dann stünden ihm viele Türen offen, hierzulande und international. Ich kann der deutschen Industrie nur raten, so jemanden wie Neumann dann nicht ziehen zu lassen", sagte Huber. Indirekt übte er damit auch Kritik an Neumanns früherem Chef, VW-Boss Martin Winterkorn, der Neumann im Sommer 2012 als Chef in China entmachtet hatte.











