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Kaufpreis kein Kriterium für Qualität / Mit Detailübersichten der Testergebnisse
ADAC Sommerreifen-Test 2000
Welch große Fortschritte es in den letzten Jahren in der Reifenentwicklung gegeben hat, zeigen die weiteren Platzierungen im Test. 19 Reifen schnitten "empfehlenswert" ab, 12 waren "mit Einschränkungen empfehlenswert" und von keinem einzigen Reifen mussten die Experten völlig abraten. Auch den Schnelllauftest haben alle Kandidaten bestanden. Von dieser Entwicklung profitieren vor allem sogenannte No-Name-Produkte, wie der Brillantis und der Bravura von Barum, der Maloya Crono 465, der Marangoni Trio, der Nokian NRH und ein weiterer Reifen von Hankook, der Optimo K 406, die allesamt "empfehlenswert" abschnitten.
Wer beim ADAC-Reifentest Testsieger werden möchte, muss in allen Testdisziplinen gut abschneiden. Reifen, die nur in einem Kriterium Spitze sind und ansonsten gravierende Schwächen zeigen, können nicht ganz vorne landen. Das größte Augenmerk wird beim Sommerreifentest auf das Verhalten auf nasser Fahrbahn gelegt. Mit 35 Prozent geht diese Teilnote in die Gesamtbewertung ein. Der Uniroyal R 680 (175er) hat hier mit der Note 1,6 das beste Einzelergebnis erzielt. Das Fahrverhalten auf trockener Fahrbahn wird ebenso wie das Verschleißverhalten mit je 20 Prozent bewertet. Testsieger wurde mit der Traumnote 1,1 auf trockener Fahrbahn der Firestone Firehawk 700 FS (195er). Den geringsten Verschleiß gab es beim Pneumant P72 und beim Fulda Diadem Linero (beide 175er). Mit je 10 Prozent schlagen Fahrkomfort und Rollwiderstand zu Buche. Im Verbrauch der günstigste Reifen dürfte wegen seines niedrigen Rollwiderstandes der Goodyear GT3 (175er) sein. Aus Gründen des Umweltschutzes geht auch das Außengeräusch mit 5 Prozent in die Gesamtwertung ein. Dabei werden die Abrollgeräusche auf Asphalt bei einer Vorbeifahrt mit 80 km/h und abgestelltem Motor gemessen. Als Flüsterreifen gelten der Michelin Energy XH 1 (195er) und der Marshall KR 11 (175er). Als absolut lautester Reifen im Test wurde der Fulda Carat Attiro ermittelt.
Die Reifenhersteller verkaufen ihre Produkte zu sehr unterschiedlichen Konditionen an den Handel. Dies führt zwangsläufig auch zu unterschiedlichen Verbraucherpreisen. Ein umfassender Preisvergleich ist deshalb in jedem Fall zu empfehlen. Bei der getesteten Reifengröße 175/65 R 14 gibt es bereits Modelle ab 36 Euro, bei den 195ern mussten die Testeinkäufer mindestens 55 Euro hinblättern, ohne Montage und Auswuchten versteht sich. Die geforderten Preisspannen zeigen, dass man aus dem Preis nicht unbedingt auf das Testergebnis schließen darf: Qualität muss nicht immer teuer sein.











