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Umweltbundesamt: Häufiger hohe Ozonwerte in 2001 / Langfristig sinkender Trend
Sommersmog: Spitzenkonzentrationen gehen zurück
Nach der gültigen EG-Ozon-Richtlinie sind die Überschreitungen der Schwellenwerte von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³) sowie 360 µg/m³ als Stundenwerte auszuweisen. Ergebnis: Der Informationsschwellenwert von 180 µg/m³ wurde an 205 der 362 Messstellen in Deutschland überschritten. Im Verlauf der Ozonsaison gab es in Deutschland insgesamt 2567 Stunden mit einer Überschreitung von 180 µg/m³, verteilt auf 33 Tage. Der Wert zur Auslösung des Warnsystems wurde - wie schon in den vorangegangenen Jahren - nicht erreicht. Der Alarmschwellenwert in der neuen EU-Richtlinie wird von 360 µg/m³ auf 240 µg/m³ herabgesetzt. Das Erreichen von 240 µg/m³ war - neben weiteren Bedingungen - Kriterium zum Auslösen von Ozonalarm und somit für Fahrverbote nach dem ehemaligen "Ozongesetz". Um einen Vergleich zu den Vorjahren zu ermöglichen und auch mit Blick auf die neue Ozonrichtlinie, sind die Ozondaten des Jahres 2001 nach Überschreitungen von 240 µg/m³ und den Kriterien des ehemaligen "Ozongesetzes" ausgewertet worden. Der Schwellenwert von 240 µg/m³ wurde im Sommer 2001 während 31 Stunden, verteilt auf sieben Tage, an insgesamt 16 Messstellen überschritten. Die Bedingungen zum Auslösen von Ozonalarm und somit für Fahrverbote waren im Jahr 2001 an keinem Tag erfüllt gewesen.
dasss Ozonspitzenwerte über 240 µg/m³ während der Sommersmog-Episoden im Jahr 2001 häufiger als in den Vorjahren auftraten, war in ersten Linie Folge der für die Ozonbildung günstigeren meteorologischen Bedingungen im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren. Dazu gehören zum Beispiel schwachwindige, mehrere Tage andauernde stabile Hochdruckwetterlagen mit Temperaturen großräumig über 30 Grad Celsius. Darueber hinaus führten lokale Effekte - wie Luftmassen, die sehr langsam und bisweilen sogar mehrmals über Gebiete mit hohen Emissionen der Ozonvorläufersubstanzen zogen, so dasss sich in ihnen ein hoher "Ozonsockel" aufbauen konnte - zu den hohen Ozonwerten des Jahres 2001.
Die im Jahr 2001 gehäuft aufgetretenen Spitzenwerte ändern nichts Grundlegendes an dem klar abfallenden Trend der Ozonspitzenwerte in Deutschland zwischen 1990 und 2001. Dieser sei im Wesentlichen auf die Emissionsminderungen der Ozonvorläuferstoffe sowohl in Deutschland als auch in den europäischen Nachbarstaaten zurückzuführen, so das UBA.











