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Moderne Verkehrstechnik für die A 99 installiert
Zeitweilige Standstreifenfreigabe soll Staurisiko auf dem Münchner Ring senken
Die bewährte Verkehrsbeeinflussungstechnik wird an der A 99 durch eine neuartige Systemkomponente ergänzt: auf ca. zwölf Kilometer Länge wurden über dem Standstreifen zusätzliche Wechselverkehrszeichen installiert. In Zeiten hoher Verkehrsbelastung wird hier der Standstreifen dem fließenden Verkehr als Fahrstreifen zur Verfügung gestellt. Dieser Ausnahmezustand gilt jedoch nur dann, wenn durch besondere Verkehrszeichen ausdrücklich darauf hingewiesen wird. Das erste Teilstück der Anlage geht heute nach nur ca. zehnmonatiger Bauzeit rechtzeitig zur Großmesse BAUMA 2001 in Betrieb. Der fertige und der sich anschließende Abschnitt bis zum Kreuz München-Brunnthal (Inbetriebnahme für 2003 geplant) werden mit Bundesmitteln in Höhe von knapp 50 Millionen Mark finanziert.
Bereits heute wird der Verkehr auf etwa 800 Kilometer Autobahn durch Streckenbeeinflussungsanlagen situationsbedingt und flexibel gesteuert. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird die Bundesregierung das "Programm zur Verkehrsbeeinflussung auf Bundesautobahnen" bis zum Jahr 2007 fortschreiben und jährlich 60 Millionen Mark zur Verfügung stellen. Die Autofahrer auf der hoch belasteten A 99 profitieren von der neuen Streckenbeeinflussungsanlage vor allem durch ein Mehr an Sicherheit: Erfahrungsgemäß sinkt die Zahl der Unfälle um ca. 30 Prozent, das gleichmäßigere Geschwindigkeitsniveau wirkt außerdem der Staubildung entgegen. Dieser positive Effekt soll durch die innovative Standstreifenfreigabe während der Rush-Hour verstärkt werden. Zur Kapazitätserhöhung stehen auf dem hochbelasteten Münchner Ring zeitweilig vier statt drei Fahrstreifen zur Verfügung. In Verbindung mit der zeitweise zweistreifigen Verkehrsführung der Verbindungsrampe zur A 94 soll der Verkehr auf der A 99 insgesamt verflüssigt werden. "Auf Grund seiner großen Bedeutung für die Verkehrssicherheit und den Betrieb wird der Standstreifen im Normalfall ein unverzichtbarer Bestandteil des Autobahnquerschnittes bleiben", betonte Ulrike Mascher und appellierte an alle Verkehrsteilnehmer, durch erhöhte Aufmerksamkeit und verantwortungsbewusstes Fahrverhalten zum Erfolg der Pilot-Anlage beizutragen.











