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Freitag, 10. Juli 2026
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Erstmals mit Plug-in-Technik

Audi A6 Allroad: Mann bin ich breit

Audi bringt den A6 Allroad zurück. Aus dem einstigen "Schlechtwege-Modell" (Wikipedia) ist ein lupenreiner Aufreißer geworden, der nach Aufmerksamkeit nur so giert. Die Preisgestaltung ist überraschend – positiv. Kurzvorstellung

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Audi hat die fünfte Generation des A6 allroad quattro vorgestellt. Kennzeichen der Neuauflage ist vor allem die optische Neuorientierung hin zu einem "imposanten Auftritt", wie der Hersteller es formuliert. Mittel zum Zweck sind ein auffälliger Breitbau mit spezifischen Designanpassungen, etwa einem großen vertikalen Luftauslass hinter den Vorderrädern, von dem Audi betont, er sei funktional.

5,02 Meter lang, 1,99 Meter breit (2,10 inklusive Außenspiegeln) und bis zu 1,51 Meter hoch: "Der A6 allroad imponiert mit seinen Proportionen", frohlockt Audi. Erstmals in der 27‑jährigen Modellhistorie erhält die Karosserie eine deutliche Verbreiterung: Elf Zentimeter im Vergleich zum A6 Avant, achteinhalb gegenüber dem Vorgänger. Entsprechend ist auch die Spur um rund sieben Zentimeter breiter. Die Ingolstädter sprechen von einem "immens kräftigen Auftritt", und die ersten Bilder unterstützen dies. Ob der neue Allroad damit potentiellen Kunden imponiert oder diese sich eher beschämt abwenden, bleibt abzuwarten.

Zugelegt hat auch die Bodenfreiheit, konkret um 34 Millimeter im Vergleich zum normalen A6 Avant und um 16 Millimeter gegenüber dem Vorgänger. Serienmäßig steht der neue A6 allroad auf 19-Zoll-Rädern; optional sind bis zu 21 Zoll mit 285er-Walzen möglich – stets flankiert von markanten Radhausverkleidungen. Kühlergrillgitter, Schürzen und Schweller sind spezifisch ausgeführt.

Weiterhin Standard ist ein Luftfederfahrwerk, es bietet 55 Millimeter Verstellbereich und damit 25 Millimeter mehr als im A6 Avant. Je nach Motorisierung serienmäßig oder optional bietet Audi auch wieder eine Allradlenkung an, die bis zu fünf Grad gegenläufig und zwei Grad gleichsinnig agiert.

Erstmals ist das Allroad-Modell als Plug-in-Hybrid erhältlich. Die Technik mit 367 PS Systemleistung auf Basis des 2,0 TFSI (252 PS) und eines 143-PS-Elektromotors ist aus dem regulären Modell bekannt. Der 20,7-kWh-Akku soll eine rein elektrische Reichweite von bestenfalls 95 Kilometern ermöglichen. Geladen wird nur per Wechselstrom mit 11 kW. Alternativ steht auch der Dreiliter-TDI als "MHEV"-Mildhybrid (299 + 24 PS) zur Wahl.

Audi öffnet die Bestellbücher noch in dieser Woche. Der A6 allroad TDI wird ab 77.250 Euro verkauft, die PHEV-Variante kostet ab 80.250 Euro. Gegenüber den regulären Modellen entspricht dies Zuschlägen von rund 6.000 bzw. 2.700 Euro, ausstattungsbereinigt wird der Allroad aber überraschend zum Schnäppchen: Alleine die Luftfederung kostet sonst im Verbund mit zusätzlichen Zwangs-Optionen 6.780 bzw. 4.330 Euro. Schnäppchen ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen, denn wer sich den Selbstverständlichkeiten und der ein oder anderen Verlockung des Konfigurators nicht konsequent entzieht, ist schnell bei sechsstelligen Preisen angekommen.
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