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40.000 Euro für einen Kleinwagen ohne Navi
Peugeot bringt E-208 als Sondermodell

Peugeot
Hoher Preis trifft peinliches Marketing und schlechtes Pressebild
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So verfügt das Sondermodell nicht über die digitalen Instrumente, außerdem montiert Peugeot nur den kleinen 7-Zoll-Bildschirm anstelle des 10-Zoll-Pendants. Das Mirror-Screen-System funktioniert nur mit Kabel, und die Dachantenne ist ein Stab wie früher anstelle eines kleinen Aufsatzes.
Dass moderne Elektro-Auto-Kunden so etwas möchten, ist unwahrscheinlich, ebenso erscheint es schwer vorstellbar, dass sich solche Kunden ein Auto ohne Handy-Ladeschale, ohne Voll-LED-Rückleuchten, ohne Navi und ohne Sitzheizung kaufen. Nur letzteres gibt es wenigstens optional, genauso wie einen 11-kW-Lader oder einen schlüsselloser Zugang. Im Sondermodell hat Peugeot auch die meisten der sowieso wenigen Optionen gestrichen – von Rückfahrkamera bis hin zu Assistenzsystemen.
Die Löwenmarke verkauft den E-208 E-Style ab 37.475 Euro entsprechend einem Nachlass von 750 Euro zum Allure. Wer sich noch größere Alus gönnt und sein Auto nicht in gelber Lackierung möchte, dazu die Sitzheizung bestellt und das Keyless-Systemn, landet deutlich jenseits der 40.000 Euro.
40.000 Euro für einen Kleinwagen ohne Navi, aber mit rosafarbenen Ziernähten an den Sitzpolstern: Das ist ein gutes Anschauungsbeispiel für den Grund der schleppenden E-Auto-Akzeptanz – auch und gerade dann, wenn es dem Chef von Peugeot Deutschland nicht peinlich ist, das als "attraktives Angebot" zu bezeichnen und von "umfangreichem Komfort" zu fabulieren. Die PR-Leute setzen dem gleich noch eins drauf und nennen die Entfeinerung vom digitalen Kombiinstrument zum analogen eine "Ergänzung des Innendesigns".
Ein konventionell angetriebener und schwächerer Peugeot 208 Allure (100 PS, Handschaltung) kostet ab 24.275 Euro, ein Hybrid mit 136 PS und Automatik ist als GT-Topversion ab 30.725 Euro zu haben.
