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Donnerstag, 29. Oktober 2020,
Neuer Diesel, neue Automatik, höhere Preise

Opel Grandland X: Abgas runter, Preise rauf

Wenige Monate nach dem Start hat Opel das Modellprogramm des Grandland X umgekrempelt. Dabei wurden die Ausstattungslinien verändert, ein neuer Dieselmotor und eine neue Automatik eingeführt, bessere Schadstoffklassen erreicht – und an der Preisschraube gedreht.
Opel Grandland X: Abgas runter, Preise rauf
Opel
Der Opel Grandland X startet mit
neuem Diesel und höheren Preisen in die zweite Hälfte des ersten Jahres
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Der Opel Grandland X erlebt ein halbes Jahr nach der Einführung bereits eine erste Überarbeitung. So hat Opel den 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS aus dem Angebot genommen. Als Ersatz fungiert ein Aggregat aus dem PSA-Konzernregal, das über die inzwischen weit verbreitete Hubraumgröße von 1,5 Litern verfügt.

Es wird in zwei Leistungsstufen angeboten: Käufer können sich für 100 oder 130 PS entscheiden, das maximale Drehmoment beträgt 250 bzw. 300 Newtonmeter. Die Kraft gelangt über ein manuelles Sechsganggetriebe oder bei der stärkeren Ausführung alternativ über eine 8-Gang-Wandlerautomatik an die Räder - beim Grandland X bedeutet das trotz des X im Namens stets ausschließlich die Vorderräder. Der Normverbrauch liegt leistungs- und getriebeunabhängig bei 4,2 Litern. Alle drei Ausführungen sind SCR-bestückt und erfüllen die aktuellste Abgasnorm Euro 6d-TEMP.

Der Grandland X 1,5 Diesel kostet ab 26.000 bzw. 27.200 Euro. Für die Automatikvariante, die mindestens die zweite Ausstattungslinie vorsieht, werden 32.520 Euro fällig. Zum Vergleich: Der zehn PS schwächere 1,6-Liter-Vorgänger stand ab 26.500 Euro, die Automatikausführung (6-Gang) mit 30.600 Euro in der Liste.

Der 1,2-Liter-Benziner mit 130 PS aus drei Zylindern wird fortgeführt. In den ersten beiden Ausstattungsniveaus "Selection" und "Edition" steigen die Preise um 300 Euro, sie beginnen nun bei 24.000 Euro. Allerdings hat Opel diese Lines auch im Umfang verändert: "Selection" beispielsweise bringt nun die manuelle Klimaanlage mit, "Edition" dagegen lässt fortan das 3,5-Zoll-Fahrerdisplay vermissen. Obwohl es beim Benziner bei der optionalen 6-Gang-Automatik bleibt, steigt der Preis dieser Ausführung um 1.000 Euro auf 28.800 (Edition). Der Handschalter erfüllt jetzt ebenfalls Euro 6d-TEMP, der Automat noch nicht.

Die dritte Ausstattungslinie nennt sich nun "Color Line" und umfasst im Wesentlichen die nach wie vor nur in Schwarz lieferbare Kontrastlackierung von Dach und Außenspiegelgehäusen, 18-Zoll-Räder, Nebelscheinwerfer und Parksensoren auch vorne. Insgesamt bietet sie weniger Bestandteile als das bisherige "Dynamic", die Preise sind aber nur um 450 Euro gesunken (Benziner) bzw. sogar um 350 Euro gestiegen (Automatik).

Sinnvoller erscheint die nächste Line namens "Innovation", die etliche Design-, Sicherheits- und Komfort-Extras für nur 750 Euro Aufpreis bietet. Die Bicolor-Optik lässt sich für 700 Euro dazu addieren. Auch wenn der neue Innovation etwas günstiger ist als der alte, hat Opel hier ausstattungsbereinigt (u.a. Entfall von Navi und LED-Scheinwerfern) die Preise merklich angehoben.

Neues Topmodell ist der ab 34.540 Euro zu habende "Ultimate", ausgestattet unter anderem mit Navigation, 19-Zoll-Rädern, Ledersitzen, Soundsystem und LED-Scheinwerfern - doch auch hier können Kunden noch einige Extra-Kreuzchen setzen. Dies betrifft auch jenen Dienst, auf den Opel bisher so stolz war, dass er serienmäßig verbaut wurde: OnStar kostet jetzt 490 Euro extra - nicht nur im Topmodell, sondern in der gesamten Baureihe. Die neuen französischen Eigentümer, so scheint es, haben die Veränderungen verantwortlich ausgearbeitet.
Leserbrief Autokiste folgen date  20.04.2018  —  # 12516
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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