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Alle neun Sekunden ein Hilferuf
ADAC: Pannenhilfe-Einsätze steigen 2024 weiter

ADAC
Die "Gelben Engel" hatten 2024 mehr zu tun als im Vorjahr
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Hauptursache für Pannenmeldungen war wie in allen Vorjahren auch 2024 eine leere oder defekte Starterbatterie. 45 Prozent der Einsätze gingen auf dieses Konto. Dahinter folgen mit 22 Prozent Probleme mit Motor, Motormanagement oder Hochvoltsystem. Generator, Anlasser, Bordnetz und Beleuchtung machten 10,6 Prozent der Fälle aus, gefolgt von Reifenschäden mit 8,8 Prozent. In 6,7 Prozent der Hilferufe konnten Autofahrer ihr Fahrzeug nicht öffnen oder starten wegen eines verlorenen Schlüssels, eines defekten Schlosses oder einer übermotivierten Wegfahrsperre.
Mit der zunehmenden Zahl an Elektroautos auf den Straßen steigt auch die Zahl der E-Auto-Pannen: 43.678 Mal wurden die "Gelben Engel" von E-Auto-Besitzern gerufen, ein Zuwachs von 46 Prozent gegenüber 2023. Auch hier war eine defekte 12-Volt-Starterbatterie die häufigste Ursache mit sogar 50 Prozent Anteil. 16.934 Mal – plus acht Prozent – gab es Hilfe für Fahrradfahrer, bei mehr als zwei Dritteln (69 Prozent) ist hier ein defekter Reifen Grund für den Notruf.
Rekordtag war der 9. Januar 2024 mit 19.714 Einsätzen. Damals gab es in Deutschland einen flächendeckenden, kräftigen Frosteinbruch, den angezählte Batterien ebensowenig mögen wie Hitze. Entsprechend folgte auf den Januar als Top-Monat der August auf Rang 2.
Die ADAC-Pannenhilfe setzt sich aus rund 1.700 Helfern der "Straßenwacht" und 550 (2023: 675) Partnerunternehmen mit 5.000 Fahrzeugen zusammen. Die Statistik gibt keinen Ausschluss über die tatsächliche Zahl an Pannen in Deutschland, weil auch andere Auto-Clubs und Dienstleister und einige Hersteller Pannenhilfe durchführen. So hatte erst kürzlich der ADAC-Konkurrent ACV 68.358 Pannenhilfe-Schadensfälle für 2024 gemeldet und dies als neuen Höchstwert in der über 60-jährigen Geschichte des Clubs bezeichnet.
Entwicklung der Einsatzzahlen der ADAC-Straßenwacht:
