Sicherheit & Umwelt Lesezeit ~ 2 Minuten
284.000 Wildunfälle im Jahr 2021
Wildunfälle verursachen 2,6 Mio. Euro Schaden – pro Tag

Fotolia/hykoe
es zu einem Wildunfall in Deutschland
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Wie die Auswertung weiter zeigt, sind zudem die Reparaturen nach Wildunfällen erneut teurer geworden: Für jeden Unfall zahlten die Versicherer 2021 knapp 3.300 Euro, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Grund für den Anstieg sind höhere Preise für Karosserieteile, die nach Wildunfällen häufig ausgetauscht werden müssen. Insgesamt kosteten Wildunfälle die Autoversicherer mehr als 940 Millionen Euro, rund elf Prozent mehr als in Vorjahr. Pro Tag beträgt die Schadenssumme etwa 2,6 Millionen Euro.
Wildunfälle lassen sich nicht vollständig vermeiden. Wer aber seine Fahrweise speziell in der Dämmerung und am Rand von Wiesen, Feldern und Wäldern durch erhöhte Aufmerksamkeit und geringeres Tempo anpasst, Warnschilder auch wahrnimmt und zu einer echten Vollbremsung in der Lage ist, kann das Risiko für sich und das Tier deutlich minimieren. Ausweichen ist dabei natürlich in aller Regel keine sinnvolle Option: Der Crash in den Gegenverkehr, einen Baum oder einen Graben birgt weit größere Gefahren.
Wenn es gekracht hat, muss die Unfallstelle gut abgesichert und die Polizei informiert werden. Fotos vom Unfallort, vom Tier und vom Fahrzeug sind hilfreich für eine schnelle Schadenbearbeitung der Versicherung, die umgehend zu informieren ist. Wegen der Tollwutgefahr dürfen verletzte oder getötete Tiere nicht angefasst werden. Autofahrer, die möglicherweise an einen günstigen Braten denken und das Wild mitnehmen, begehen Wilderei - eine Straftat.
Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch Haarwild – wie Rehe und Wildschweine – verursacht werden, begleicht die Voll- bzw. Teilkaskoversicherung. Einige Versicherer haben ihren Schutz in der Teilkasko zusätzlich auf Unfälle mit bestimmten weiteren oder auch Tieren aller Art ausgeweitet. Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt hat ein Wildschaden keinen Einfluss.
