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Neues Electrification Center am Stammsitz geplant
Ford: 1 Milliarde Dollar für Köln

Ford
in ein neues Electrification Center investieren
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Das Center soll die künftigen Elektrofahrzeuge für Kunden in ganz Europa entwickeln und fertigen. Der Startschuss erfolgt jedoch erst 2023 mit einem ersten Modell, das auf der MEB-Plattform von Volkswagen aufbaut und das Ford schon jetzt als "emotional" bezeichnet. Man prüfe ein zweites Modell, heißt es. Insider gehen davon aus, dass die Entscheidung für ein solches - nämlich einen E-Kleinwagen als Nachfolger des Fiesta - grundsätzlich bereits gefallen ist.
Für den zuletzt wegen seiner Corona-Äußerungen kritisierten Ministerpräsidenten, neuen CDU-Chef und möglichen Kanzlerkandidaten war die Veranstaltung ein willkommener PR-Termin. Laschet wertete die Ford-Entscheidung als Beweis dafür, dass Nordrhein-Westfalen ein idealer Wirtschafts- und Forschungsstandort für die Elektromobilität sei. Er verwies auf die lange Geschichte von Ford in Köln, die einst mit Unterstützung des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer begann. Adenauer wurde später Bundeskanzler - ein Schelm, wer die Parallele nicht erkennt.
Ford will über den Lebenszyklus 600.000 Fahrzeuge auf MEB-Basis bauen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, "bereits" ab 2026 jede Baureihe entweder auch vollelektrisch oder als PHEV (Plug-in-Hybrid) anzubieten. Wesentlich ambitionierter ist die Ansage, ab 2030 nur noch reine E-Autos zu verkaufen. Andere deutsche Hersteller haben solche konkreten Aussagen bisher vermieden.
Die nun angekündigte Milliarde Dollar kommt der Elektromobilität zugute. Gleichzeitig wird Ford aber Investitionen in klassische Bereiche reduzieren. Über die Zukunft des Standorts Saarlouis herrscht unterdessen weiter Unklarheit.
