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Donnerstag, 30. November 2023,
Ganz Deutschland in den Ferien

ADAC-Stauprognose für das Wochenende 28.-30.07.2023

Großparkplatz Deutschland: Am kommenden Wochenende startet endlich auch Süddeutschland in die Sommerferien. Das ganze Land ist damit im Urlaub ... und trifft sich im Stau. Autofahrer brauchen unbedingt ein gutes Nervenkostüm und Zeitpolster – oder eine eigentlich recht simple Strategie.
ADAC
Die Grafik zeigt die Staubelastung auf
deutschen Autobahnen im Sommerreiseverkehr 2023
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Wer am letzten Juli-Wochenende mit dem Auto in die Ferien starten will, wird seine Gründe haben, hat aber eine schlechte Wahl getroffen. Reisende erwartet eines der schlimmsten Stauwochenenden der Saison. Baden-Württemberg und Bayern starten als letzte Bundesländer in den Urlaub, aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie dem Norden der Niederlande rollt die zweite Reisewelle, und auf dem Heimweg sind bereits viele Urlauber aus Nordrhein-Westfalen und Teilen Skandinaviens, wo bald wieder die Schule beginnt.

Auf allen wichtigen Urlauberrouten ist viel Geduld erforderlich. Die Spitzenzeiten sind dabei Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag.

Das sind die besonders belasteten Strecken (beide Richtungen):
  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
  • A 1 Bremen – Hamburg – Lübeck
  • A 3 Frankfurt – Nürnberg – Passau
  • A 4 Kirchheimer Dreieck – Bad Hersfeld – Erfurt – Dresden
  • A 5 Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe – Basel
  • A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A 7 Hamburg – Flensburg
  • A 7 Hamburg – Hannover und Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A 9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
  • A 10 Berliner Ring
  • A 11 Berlin – Dreieck Uckermark
  • A 19 Dreieck Wittstock – Rostock
  • A 24 Berlin – Hamburg
  • A 45 Gießen – Dortmund
  • A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A 81 Stuttgart – Singen
  • A 93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A 95 / B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A 99 Umfahrung München

Alternativen gegen den Stau
Stunden im Stau zu stehen ist jedoch nicht gottgegeben, sondern weitgehend vermeidbar - wenn man zu Kompromissen bereit ist. Hierzu gehört eine sorgfältige Routenplanung unter Berücksichtigung insbesondere der Zahl und Länge der Baustellen, da diese Bereiche besonders staugefährdet sind. Bereits ein kleiner Unfall oder ein Pannenfahrzeug können in solchen Bereichen für laaaange Staus sorgen.

Auch ist nicht immer die "große" Autobahn die beste, und Bundesstraßen nehmen zwar Tempo und bringen zusätzliches Unfallrisiko, sind dafür aber meist recht staufrei befahrbar - und bergen vor allem nicht das Risiko der Vollsperrung: Wenn gar nichts mehr geht, kann man wenden. Beispielhaft: Der Weg von München nach Berlin muss nicht zwingend über die A9 verlaufen, man kann auch über die A8/B2/A73/A71/A14/A2 via Augsburg, Weißenburg, Nürnberg, Bamberg, Erfurt und Magdeburg fahren - das ist weiter und dauert länger, wird aber unter dem Strich entspannter sein.

Außerdem sollten Reisende in Erwägung ziehen, spätabends, frühmorgens oder nachts zu fahren, wenn das Verkehrsaufkommen und damit Zahl und Intensität der Behinderungen deutlich geringer sind.

Lage im Ausland und an den Grenzen
Auch im benachbarten Ausland dürften die Staulängen noch einmal zunehmen. Vor allem auf der Tauern-, Fernpass-, Inntal-, Brenner- und Gotthard-Route sowie auf den Fernstraßen zu und von den italienischen, französischen und kroatischen Küsten könnte der Verkehr abschnittsweise zum Erliegen kommen.

Zwei Besonderheiten gibt es in Österreich, die für zusätzliche Engpässe sorgen: Entlang der österreichischen Inntal- und Brennerautobahn sind an den Wochenenden bis September die Stauausweichrouten gesperrt. Außerdem ist der wichtige Arlbergtunnel während der gesamten Reisesaison geschlossen. Die Alternative ist der Arlbergpass.

An den Grenzen der europäischen Nachbarländer im Süden sollten laut ADAC Wartezeiten von rund 60 Minuten eingeplant werden, für Fahrten nach Slowenien, Montenegro, Kroatien, Griechenland und in die Türkei noch deutlich mehr. An den deutschen Grenzen sind die drei Autobahngrenzübergänge Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim) besonders staugefährdet.
text  Hanno S. Ritter
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