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Dienstag, 24. November 2020,
Neues Basismodell mit 150 statt 310 PS / 11.500 Euro Ersparnis

Cupra bringt spaßbefreiten Formentor

Spezieller Auftritt und kraftvoller Antrieb unter der Haube – das verbindet man bisher mit Seats Tochtermarke Cupra. Deren eigenständigstes Modell gibt es jetzt aber auch ohne den kraftvollen Antrieb. Während sich PS und angetriebene Räder halbieren, gibt es beim Preis "nur" 30 Prozent Nachlass.
Cupra bringt spaßbefreiten Formentor
Seat
Den Cupra Formentor gibt es jetzt
auch als 150 PS schwaches Basismodell
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Cupra verkauft den Formentor neuerdings auch als Basismodell mit dem 1,5-Liter-Benziner aus dem VW-Konzernregal. Richtig, mit dem 1,5 TSI, nicht mit dem 1,4 TSI und Plug-in-Hybrid (PHEV, 245 PS) wie bei Leon Cupra. Damit sinkt die Leistung des Formentor um mehr als die Hälfte auf 150 PS, das Drehmoment beträgt 250 Newtonmeter.

Als Kraftübertragung stehen sowohl das Sechsgang-Schaltgetriebe als auch der 7-Gang-Doppelkuppler zur Wahl, jeweils an Frontantrieb gekoppelt. Den Beschleunigungswert beziffert Seat auf jeweils 8,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird knapp jenseits der 200er-Marke ereicht.

Der 1,5 TSI ist ein feiner, weil haltbarer und kultivierter Motor, aber eben keine Sportskanone. Mangelnde Leistung sieht man bei Cupra indes nicht: Die Maschine garantiere echten Fahrspaß à la Cupra, heißt es. Ein Seat-Manager spricht von "hervorragender Fahrdynamik" und sagt, Cupra sei weit mehr als nur ein Werkzeug für schnelle Runden, nämlich: "gelebter Lifestyle".

Nicht nur die Leistung, sondern auch die Ausstattung ist beim Basismodell abgespeckt. So gibt es etwa kein Navigationssystem als Standard, weniger Assistenzsysteme und nur 18 statt 19 Zoll große Räder.

Bleibt die Frage nach dem Preis. Bei 30.696 Euro geht es los, mit DSG werden 32.451 Euro fällig. Die Differenz zum Formentor VZ liegt damit bei satten 11.500 Euro. Manch einen Fan des "gelebten Lifestyle" dürfte das über die 160 fehlenden PS und den reinen Frontantrieb hinwegsehen lassen, vermuten wir. Zumal auch die Unterhaltskosten bei Steuer, Versicherung, Werkstatt und Verbrauch - 5,5 zu 7,5 Liter - eine klare Sprache sprechen.

Früher oder später dürfte Seat auch noch die eingangs erwähnte PHEV-Variante als womöglich goldene Mitte nachschieben.
Leserbrief Autokiste folgen date  13.11.2020  —  # 13258
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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