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Dienstag, 24. November 2020,
Nur noch Vollhybrid und Diesel / Baureihe vor dem Aus

Ford Mondeo: Weg mit dem Solo-Benziner

Während zunehmend Hersteller still und leise den Diesel streichen, ist es beim Ford Mondeo der reine Benziner, der ausstirbt. Was als Elektrooffensive angepriesen wird, ist tatsächlich der Beginn vom Ende des Mondeo.
Ford Mondeo: Weg mit dem Solo-Benziner
Ford
Schönes Foto, aber eine echte Zukunft
hat der Ford Mondeo nicht mehr
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Ford bietet für die Mondeo-Baureihe keine konventionellen Benzin-Motoren mehr an. Stattdessen wurde das Motorenangebot komplett auf Vollhybrid- und Dieselantriebe umgestellt. Dabei ist der Hybrid nicht für die fünftürige Limousine und der Diesel nicht für den Viertürer erhältlich.

Der Vollhybrid, nicht zu verwechseln mit dem derzeit auch wegen der hohen finanziellen Förderung sehr beliebten Konzept des Plug-in-Hybrid, verfügt über eine Systemleistung von 187 PS. Der Zweiliter-Benziner kommt dabei auf 140 PS, der E-Motor auf umgerechnet 52 PS. Die Batterie ist 1,4 kWh klein, die rein elektrische Reichweite nennt Ford nicht, und der Normverbrauch liegt zwischen 4,1 und 4,7 Litern. Als Kraftübertragung dient ein stufenloses Getriebe nach dem CVT-Prinzip.

Der Zweiliter-Diesel steht in den Leistungsstufen 120, 150 und 190 PS zur Verfügung. Die "kleine" Variante ist stets an ein manuelles Sechsganggetriebe gekoppelt, das Topmodell wird ausschließlich mit einer achtstufigen Wandlerautomatik geliefert, und bei der mittleren Ausführung stehen beide Varianten zur Wahl. Die Verbrauchswerte bewegen sich zwischen 4,4 und 5,6 Litern, wobei sich der große Korridor durch die Allradoption beim Topmodell erklärt.

Die Grundpreise für den Mondeo FHEV (Full Hybrid Electric Vehicle) liegen je nach Karosserie- und Ausstattungsvariante zwischen 39.966 und 46.790 Euro, der Selbstzünder kostet mindestens 32.168 und maximal ab 50.982 Euro.

Die "Elektro-Offensive" (Ford PR-Text) ermöglicht dem Autobauer einen etwas geringeren Flottenverbrauch und damit eine leichtere Erreichung der EU-Vorgaben, die bei den Kölnern zuletzt wegen des Produktionsstopps für den Plug-in-Hybrid des Kuga aufgrund von Brandgefahr wieder fraglich wurde. Auch S-MAX und Galaxy sollen 2021 noch den Vollhybrid bekommen, was aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass alle drei Baureihen deutlich in die Jahre gekommen sind. Direkte Nachfolger soll es jedoch nicht geben, vielmehr plant Ford deren Ablösung durch ein einziges Crossover-Modell. Stückzahlen bringen aktuell vor allem Focus, Puma und Kuga.
Leserbrief Autokiste folgen date  26.10.2020  —  # 13247
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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