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Mittwoch, 25. November 2020,
Neues vom kompakten Kölner

Ford Focus: Mildhybrid und Mäusekino

Nach dem Fiesta hat Ford nun auch für den Focus die Einführung des Mildhybrid-Antriebs angekündigt. Gut möglich, dass Kunden die zweite Neuerung in der Baureihe mindestens ebenso spannend finden.
Ford
Den Ford Focus gibt es jetzt auch
als Mild-Hybrid und mit Digitalcockpit
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Ford elektrifiziert den Focus, wenn auch nur mit einem Mildhybrid-System. Die Umsetzung ist identisch zu jener in Fiesta und Puma: Der Dreizylinder "Ecoboost" mit 125 oder 155 PS wird kombiniert mit einem riemengetriebenen Startergenerator als Elektromotor, der auch die Funktion von Anlasser und Lichtmaschine übernimmt und mit 48 Volt betrieben wird. Die Leistung beträgt umgerechnet 16 PS, das Drehmoment 24 Newtonmeter. Es dient zur Unterstützung des Verbrenners.

Unter dem Strich hat Ford ein Sparpotential von bis zu 17 Prozent ermittelt, der Normverbrauch liegt zwischen 4,1 und 4,6 Litern. Dass die Reduktion höher ausfällt als beim Fiesta, liegt offenbar an dem um eine Ausroll-Funktion erweiterten Start-Stopp-System. Bei niedrigen Geschwindigkeiten schaltet sie den Benzinmotor schon vor dem tatsächlichen Stillstand ab, sobald die Kupplung getreten wird, je nach gewählter Einstellung bei 15, 20 oder 25 km/h.

Der neue "EcoBoost Hybrid"-Antrieb ist für alle - nicht weniger als neun - Focus-Ausstattungsvarianten und beide Karosserieversionen erhältlich, allerdings nur mit manuellem Getriebe. Die Preise liegen in einem breiten Korridor zwischen 22.774 Euro für den "Trend"-Fünftürer mit 125 PS und 32.606 Euro für den stärkeren Kombi als "Vignale", jeweils mit dem neuen Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent gerechnet.
Focus endlich mit Digitalcockpit
Neben dem Mildhybrid-System erfährt der Focus eine weitere, überfällige Neuerung: Anstelle von herkömmlichen Instrumenten liefern die Kölner nun auch eine digitale Version. Dass die Marekting-Leute deren "Echtfarben-Anzeige" herausstellen, erscheint ein bisschen merkwürdig, denn tatsächlich hat das Digitalcockpit ganz andere Vorzüge: Ford setzt mit 12,3 Zoll auf eine üppige Größe, die es bei den Mitbewerbern nie gab oder dort bereits wieder abgeschafft wurde (VW). Die sogenannte Freiform-Technologie des Ford-Panels überwindet das typische Rechteck-Format und ermöglicht eine gelungene Integration in das Interieur. Auch Tank- und Temperaturanzeige werden im Display ansprechend visualisiert.

Ford hat außerdem den Serienumfang der höher positionierten Ausstattungslinien aufgewertet. Preise und Details liegen insoweit noch nicht vor.
Leserbrief Autokiste folgen date  26.06.2020  —  # 13202
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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