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Donnerstag, 2. Juli 2020,
Diesel oder DKG kommen, doch Lücken bleiben

Neues vom Ford Puma

Der Ford Puma ist im Straßenbild noch ein seltenes Phänomen. Doch das dürfte sich ändern, weil das Auto optisch gut gelungen ist. Dazu kommen nun zusätzliche Antriebsvarianten und ein neues Topmodell. Doch die weiterhin lückenhaften Motor-Getriebe-Kombinationen dürften Interessenten ebenso verärgern wie die anstehende Preiserhöhung.
Neues vom Ford Puma
Ford
Jetzt auch als Diesel und oder
mit Automatikgetriebe: Ford Puma, hier als ST-Line
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Ford erweitert das Motorenprogramm des Puma. So ist der kleine Crossover ab sofort auch mit Dieselantrieb bestellbar. Der 1,5-Liter-Vierzylinder aus dem Konzernregal leistet 120 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 270 Newtonmetern. Der Normverbrauch liegt bei 3,9 Litern (NEFZ).

Während der Diesel ausschließlich mit manuellem Getriebe zu haben ist und damit für viele Kunden bereits wieder ausscheiden dürfte, bietet Ford den Dreizylinder-Benziner nun auch mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe an, allerdings ausschließlich in Kombination mit der 125-PS-Variante ohne Mildhybrid-Technik.

Neu im Puma-Programm ist außerdem die Ausstattungslinie ST-Line Vignale. Sie rangiert als neues Topmodell in der etwas unübersichtlichen Hierarchie, die darunter die Niveaus Titanium, Titanium X, ST-Line und ST-Line X vorsieht. Das X steht dabei nicht etwa für einen Allradantrieb, den es überhaupt nicht gibt, sondern für ein Plus an Ausstattung. Während Vignale bei Ford sonst als Einzelwort für das Topmodell steht, verwirrt der Autobauer die Kunden hier mit dem ST-Line-Zusatz. Zum Lieferumfang gehören u.a. eine Teillederpolsterung, Soundsystem, Digitalinstrumente, Keyless-System und diverse optische Modifikationen sowie die sonst merkwürdigerweise nicht bestellbaren LED-Scheinwerfer.

Noch ein Blick in die Preisliste: Der ST-Line Vignale kostet ab 29.100 Euro und damit 2.200 Euro mehr als der ST-Line X. Der Diesel startet als "Titanium" bei 25.150 Euro und ist damit nur 1.650 Euro teurer als der Benziner mit weniger Drehmoment und Zylindern. Für das Automatikgetriebe verrechnen die Kölner dagegen satte 2.300 Euro Aufpreis. Wie bei Ford üblich, ist die Preisliste aber nicht nur beim Händlergespräch kaum mehr als eine Orientierungsgrundlage, sondern bereits online: 20.490 Euro statt 23.500 Euro bietet die Website als Basispreis unaufgefordert an.

Genaugenommen ist aber die von Ford bereitgestellte Preisliste von Ende April auch nicht aktuell: Um jeweils 500 Euro steigen die Preise noch im nächsten Monat. Angesichts der fehlenden Varianten Diesel/Automatik oder Benziner/Mildhybrid/Automatik könnte Abwarten für viele Interessenten eine sinnvolle Überlegung sein - und auch, weil bisher alle Puma-Varianten nur die Abgasnorm Euro 6d mit dem nur bedingt zukunftsfähigen "temp"-Zusatz erfüllen.
Leserbrief Autokiste folgen date  28.05.2020  —  # 13181
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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