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Donnerstag, 2. Juli 2020,
Sommerferien-Beginn im Südwesten

ADAC-Stauprognose für das Wochenende 03.-05.07.2020

In diesem Jahr ist angesichts der Corona-Pandemie der Urlaubsverkehr nicht so treffsicher vorauszusagen wie sonst. Dass es mächtig Stau geben wird, steht allerdings außer Frage. So auch am nächsten Wochenende, wenn im Südwesten die Schulen schließen.
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Autofahrer müssen sich am kommenden Wochenende auf zahlreiche Behinderungen auf den Fernstrecken einstellen. Urlauber aus Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland, aus Teilen Frankreichs und dem Norden der Niederlande starten in die großen Ferien. In Berlin, Brandenburg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Dänemark beginnt bereits die zweite Ferienwoche.

Der ADAC erwartet Staus sowohl im Norden als auch in Süddeutschland. Hauptziel der Urlauber sind die deutschen Küsten und die Alpen. Auch auf den Rückreise-Autobahnen fließt der Verkehr nicht störungsfrei, denn die ersten Urlauber sind bereits auf dem Nachhauseweg. Etwas Erleichterung verspricht das samstägliche Lkw-Ferienfahrverbot, das am 4. Juli in Kraft tritt, dieses Jahr aber nicht in allen Bundesländern gilt.

Infolge der Corona-Krise werden dieses Jahr deutlich mehr Deutsche Urlaub im eigenen Land oder angrenzenden Nachbarländern und weniger Auslandsreisen per Flugzeug machen. Daher könnten die Straßen noch stärker belastet sein als in den Vorjahren. Allerdings dürften auch etliche Menschen wegen des begrenzten Übernachtungsangebots und des nachfragebedingt überdurchschnittlich hohen Preisniveaus in den Touristenregionen ganz auf klassischen Urlaub verzichten und sich mit Tagesausflügen begnügen. Erhöhtes Verkehrsaufkommen, mithin Staugefahr, verursachen diese aber auch.

Folgende Abschnitte sind in beiden Richtungen besonders staugefährdet:
  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
  • Großraum Hamburg und Köln
  • A 1 / A 3 / A 4 Kölner Ring
  • A 1 Bremen – Hamburg – Puttgarden
  • A 2 Dortmund – Hannover – Berlin
  • A 3 Köln – Frankfurt – Nürnberg
  • A 5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
  • A 6 Metz/Saarbrücken – Kaiserslautern – Mannheim – Nürnberg
  • A 7 Hamburg – Flensburg
  • A 7 Hamburg – Hannover und Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A 9 Berlin – Nürnberg – München
  • A 10 Berliner Ring
  • A 11 Berlin – Dreieck Uckermark
  • A 24 Berlin – Hamburg
  • A 31 Bottrop – Emden
  • A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A 93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A 95 / B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A 99 Umfahrung München
Die Chancen für eine störungsfreie Fahrt durchs benachbarte Ausland sind ebenfalls nicht allzu groß. In vielen europäischen Ländern haben jetzt schon die Sommerferien begonnen. In Österreich ist wegen des Ferienbeginns vor allem auf den Straßen der Bundesländer Burgenland, Niederösterreich und Wien viel los. Zu den Problemstrecken zählen Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen zu den italienischen, kroatischen und französischen Küsten. An den Grenzen zu Dänemark sowie zwischen Slowenien und Kroatien ist mit Wartezeiten durch intensive Personenkontrollen zu rechnen.
Leserbrief Autokiste folgen date  29.06.2020  —  # 13205
text  Hanno S. Ritter
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