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500 Hybrid Turino mit 65 PS ab 22.000 Euro
Fiats neuer Verbrenner-500 ist teuer

Fiat
Der Fiat 500 als Verbrenner im E-Look kostet ab 22.000 Euro
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Zum Start bietet Fiat das Auto nur in einer als Sondermodell bezeichneten Variante an. Sie heißt Torino entsprechend der Stadt Turin, wo 1957 Werk Mirafiori bereits der erste 500er gebaut wurde. Der 500 Hybrid Torino ist exklusiv in der neuen Karosseriefarbe "Sun of Italy" verfügbar, alternativ und gegen Aufpreis gibt es auch "Ocean Grün". Weitere Erkennungszeichen neben dem Hybrid-Logo sind spezielle Grafiken an den hinteren Seitenfenstern: Sie zeigen die Silhouette der Mole Antonelliana, ein knapp 170 Meter hohes Gebäude und ein Wahrzeichen der Stadt Turin.
Für den Antrieb sorgt ein 1,0-Liter-Dreizylinder aus der "FireFly"-Motorenfamilie, der mit 65 PS so schwach ist wie kein moderner 500er zuvor. Beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt allerdings ein kleiner Elektromotor, über dessen Leistung Fiat sich ebenso wie zur Batteriegröße nicht äußert.
Als Normverbrauch geben die Italiener 5,3 Liter an, was ziemlich enttäuschend ist, wenn man etwa den gerade überarbeiteten Toyota Aygo X als Vergleich heranzieht, der mit einer Systemleistung von 116 PS 3,7 Liter schafft.
Zur Serienausstattung des Fiat 500 Hybrid Torino zählen unter anderem 16-Zoll-Leichtmetallräder, Außenspiegelkappen in Wagenfarbe, Voll-LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Parksensoren hinten sowie ein Keyless-Go-System. Im Übrigen zählt Fiat etliche Dinge auf, die sowieso gesetzlich vorgeschrieben sind.
Wer die "perfekte Synthese aus Tradition, Innovation und italienischer Seele" (Fiat PR-Text) haben möchte, muss mindestens 21.990 Euro auf den Tisch des Händlers blättern. Das ist ganz schön mutig, darf hinzugefügt werden: Der (viertürige) Aygo wird voraussichtlich günstiger starten, C3, i10 und Picanto sind teilweise deutlich kundenfreundlicher kalkuliert, und selbst größere Modelle wie Hyundai i20, Kia Ceed und Dacia Sandero sind für weniger Scheine zu haben.
Sicher wird Fiat noch günstigere Varianten nachlegen, dennoch ist die Taktik verwunderlich, zumal die Adaption des Verbrenners in die bisher für Elektro bekannte Hülle in Sachen Image ein Wagnis darstellt – wenn auch mehr für den Stromer.
