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Kleiner Crossover macht sich außen und innen chic
Kia Stonic 2026: So geht Facelift
Kia
Facelift ein deutlich ansprechenderes Design
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So zeigt der Facelift-Stonic nun vorne wie hinten die herstellerseits als "Star Map" vermarktete Lichtsignatur, was dem kleinen Crossover ausgehend von den ersten Bildern ungemein gut steht. Auch die neugestalteten Schürzen wirken gut umgesetzt.
Der bisherige "Tigernasen"-Grill entfällt zugunsten eines schmalen schwarzen Streifens, womit auch die bisherige Fuge zur Motorhaube verschwindet bzw. nicht mehr sichtbar ist. Am Heck bedingt die neue Lichtgrafik auch eine viel schönere Form der Heckklappe. Die Änderungen führen zu einem Längenzuwachs von zweieinhalb Zentimetern auf jetzt 4,165 Meter.
Kia kündigt auch überarbeitete Kotflügel an, die wir jedoch nicht ausmachen können. An der Seite gibt es Facelift-typisch keine Änderungen, sieht man von neu gestalteten Alurädern für alle Ausstattungslinien ab. Die Palette der Karosseriefarben wurde um die Farbtöne Adventurous Green und Yacht Blue erweitert. Während VW die Schlossabdeckung am Türgriff seit einiger zeit weggespart hat, gibt es sie beim Stonic künftig immer dazu. Eine kleine statt einer großen Dachantenne rundet die Änderungen ab.
Im Interieur fällt das Auge auf das Panoramadisplay, das mit den je 12,3 Zoll großen Bildschirmen des Kombiinstruments und des serienmäßigen Navigationssystems in dieser Klasse ungewöhnlich ist. Flankiert wird es von einer separaten Klimabedieneinheit, die noch auf Drehregler setzt.
Ebenfalls im neuen Look zeigen sich Armaturenbrett, Luftduschen und Mittelkonsole, zudem halten mit der Modellpflege Smartphone-Ladestation, eine Ambientebeleuchtung und neue Assistenzsysteme Einzug, darunter einen im Sinne der Radfahrer sinnvollen Ausstiegswarner. Nicht zuletzt hat Kia dem Stonic erstaunlicherweise ein ganz besonders praktisches Feature spendiert: Via "Digital Key 2.0" lassen sich Handy oder Smart Watch als Autoschlüssel nutzen.
Alles bestens also? Fast, denn die Klappe für den weiterhin 45 Liter kleinen Tank bleibt natürlich auf der falschen Seite, die Nebelscheinwerfer sind Geschichte, die USB-A-Buchse ist ebenso unnötig wie optisch störend, und die inneren Türgriffe sind nicht ergonomisch platziert. Auch vermissen wir eine zweizonige Klimaanlage, Seitenairbags hinten, einen Mittenairbag und eine einklappbare statt abnehmbarer Anhängerkupplung mit besserer Zugfähigkeit (710 kg gebremst).
Jedenfalls unspannend bleiben auch die Motorisierungen. Die Basis bildet ein 1,0 Liter kleiner, 100 PS starker Turbo-Dreizylinder, darüber angesiedelt ist dessen Mildhybrid-Variante, die auf 115 PS kommt. Beide Triebwerke sind mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert und optional auch mit einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe erhältlich. Diesel, PHEV, Allrad bleiben Fehlanzeige.
Angaben zu Ausstattungslinien und Preisen liegen noch nicht vor. Trotz der gelungenen Modellpflege gehen wir nur von überschaubaren Aufschlägen aus, mithin von Basispreisen zwischen gut 23.000 und gut 30.000 Euro. In der zweiten Lebenshälfte ist der Stonic jedenfalls merklich schöner und mutmaßlich erfolgreicher als in der ersten. Wer kann das schon von sich behaupten?

