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PHEV stärker als V6-Diesel und mit starker V2L-Technik
Ford Ranger jetzt auch als Plug-in-Modell

Ford
auch mit Plug-in-Hybrid-Antrieb an
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Der Akku ist mit 11,8 kWh Nettokapazität klein ausgefallen, entsprechend verhält es sich mit der rein elektrischen Reichweite, die nach Norm bis zu 43 Kilometer beträgt. Aufgeladen wird wahlweise über eine externe Stromquelle, über den Verbrennungsmotor oder über Rekuperation. Die Systemleistung gibt Ford mit 281 PS an, das Drehmoment mit 697 Newtonmetern - beides mehr als der Sechszylinder-Diesel bereitstellt.
Das e-Allradsystem kann automatisch das Drehmoment des Benzin-, des Elektro- oder des Hybridantriebs an alle vier Räder senden. Zusätzlich erhält der Fahrer Unterstützung durch ein Verteilergetriebe mit Untersetzung sowie ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Zur Wahl stehen die Fahrmodi Normal, Eco, Sport, Rutschig, Abschleppen/Transportieren, Schlamm/Spurrillen und Sand. Hinzu kommt eine Zuladung von bis zu einer Tonne sowie eine maximale Anhängelast von 3,5 Tonnen.
Die Ladefläche bleibt vollständig erhalten. Eine spezielle Abstimmung soll trotz des höheren Gewichts und dessen anderer Verteilung für Komfort- und Sicherheitseigenschaften auf dem Niveau der Verbrenner-Modelle sorgen. Zur Wahl stehen die Fahrmodi Auto EV, EV Now, EV Later und EV Charge.
Der Saft in der Batterie kann aber nicht nur zum Fahren verwendet werden, sondern auch externe Geräte versorgen. Ford nennt diese als V2L (vehicle-to-load) bekannte Technik "Pro Power Onboard - Technologie" [sic]. Das System wird optional in Varianten mit 2,3 kW und sogar 6,9 kW angeboten.
Die Produktion des Ranger Plug-in-Hybrid für Europa hat im südafrikanischen Silverton erst begonnen. Kunden können wählen zwischen einer Launch-Edition "Stormtrak" sowie den Ausstattungsvarianten Wildtrak und XLT. Die Listenpreise liegen zwischen 44.690 und 57.990 Euro, wobei Ford bereits im Konfigurator mehrere Tausender Rabatt abzieht.
In zehn Märkten Europas konnte sich der Ranger laut Herstellerangaben im vergangenen Jahr als meistverkauftes Pritschwagen-Modell etablieren, in vier Ländern inklusive Deutschland sogar mit einem Marktanteil jenseits der 50 Prozent. Seit Einführung der vorangegangenen Modellgeneration 2012 wurden europaweit mehr als eine halbe Million Ranger abgesetzt. Ford verkauft den Ranger in 180 Ländern weltweit.
Ob auch der auf dem Ranger basierende VW Amarok den PHEV-Antriebsstrang bekommt, bleibt abzuwarten.
