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Neue Van-Familie wird doch mit Verbrennern angeboten
Mercedes' Van-Zukunft: Von wegen electric-only

Mercedes-Benz
V-Klasse-E-Prototyp, wird es nun doch auch mit Verbrennern geben
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Im Bereich der Vans sollte nach bisherigem Stand eine völlig neue Generation an Elektromodellen entstehen, sowohl für den privaten als auch den gewerblichen Bereich - vom Transporter-Vito über luxuriöse V-Klassen bis zum Hubsteiger, Rettungswagen oder Camper im Sprinter-Bereich. Van.EA heißt das entsprechende Kürzel – EA für Electric Architecture. Es wurde erstmals im Mai 2023 angekündigt und als "von Anfang an konsequent als electric-only konzipiert" kommuniziert.
Nun hat der Autobauer aber eine Kehrtwende angekündigt: Neben Van.EA wird es auch Van.CA geben, CA für Combustion Architecture, Modelle mit Verbrennungsmotor. Beide Ausprägungen haben den Angaben zufolge rund 70 Prozent Gleichteile und werden auf derselben Linie produziert. Damit stehe die neue Van-Architektur für "maximale Synergien und Skaleneffekte", erklärt der Konzern ungewöhnlich kurz. Seinerzeit frohlockten die PR-Leute von einer Variantenreduzierung um mehr als 50 Prozent im Vergleich zum aktuellen Verbrenner-Portfolio und demzufolge von "signifikanten Skaleneffekten". Maximal oder signifikant, das ist die Frage.
Zu den Kosten für das neue Konzept gibt es ebensowenig Angaben wie zu möglichen Markteinführungs-Terminen der Verbrenner-Vans. Die E-Modelle sollen früheren Angaben zufolge 2026 starten, demnächst dürfte eine entsprechende Studie vorgestellt werden. Dass die Verbrenner-Adaption überhaupt möglich ist, ist schon grundsätzlich interessant in einer Branche, die sonst bereits kleinste Änderungen unter Verweis auf fehlende Kompatibilität der Plattform ablehnt.
Van.EA bzw. Van.CA betreffen nicht Mercedes Citan bzw. T-Klasse. Die mit Renault entwickelte und bei Renault produzierte Baureihe W420 wird keine Stern-Zukunft haben.
