Unternehmen & Märkte Lesezeit ~ 2 Minuten
Kapazität steigt auf 25 Mio. Additivdosen im Jahr
Liqui Moly eröffnet neue Produktionsanlage in Ulm

Liqui Moly
kann Liqui Moly künftig jährlich in Ulm fertigen
ANZEIGE
Die Geschäftsführer Günter Hiermaier und Dr. Uli Weller eröffneten jetzt den Neubau für die Produktion von Additiven mit drei neuen modernen Abfüllanlagen und zusätzlichen Büroräumen. Rund acht Millionen Euro hat das Unternehmen, das inzwischen zur Würth-Gruppe gehört, investiert. Davon entfallen 3,4 Million Euro auf das schlüsselfertige Gebäude. Die Kosten für drei neuen Abfüllanlagen belaufen sich auf 3,1 Million Euro, Fördertechnik und Verpackungsroboter schlagen mit 1,4 Million Euro zu Buche.
Die neuen Maschinen sollen, wenn sie im kommenden Jahr vollständig installiert sein werden, die maximale Ausstoßleistung von 346.000 Dosen pro Woche auf bis zu 481.000 Stück steigern, von maximal 18 auf künftig 25 Millionen im Jahr. Zwei sehr alte Maschinen wurden in Zuge des Umbaus ausgemustert. "Dank der liebevollen Wartung haben sie viele Jahrzehnte ihren Dienst verrichtet", sagt Hiermaier, "aber die benötigten Ausstoßmengen waren damit nicht mehr zu bewerkstelligen". Die drei neuen Anlagen sind leistungsstärker und wartungsärmer.
Wie der Hauptsitz von Liqui Moly liegt auch das neue Objekt im Ulmer Stadtteil Lehr. Gegründet 1957 in der Stadtmitte, verlagerte die Firma ihren Sitz 1978 in den Norden der Stadt. Seitdem sind dort sämtliche Bereiche von der Entwicklung über die Produktion bis zur Verwaltung beheimatet.
Von einer kleinen Firma entwickelte sich Liqui Moly zu einem Global Player, dessen Produkte nach eigenen Angaben in 150 Ländern erhältlich sind. Inzwischen arbeiten am Firmensitz in Ulm 408 Menschen, weltweit sind es fast 1.100. Günter Hiermaier: "Aus der 'kleinen Additivbude' mit gerade einmal 30 Mitarbeiten, bei der ich vor 33 Jahren angefangen habe, ist ein Unternehmen geworden, das 2022 800 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet hat."
Bald schon soll es 1 Milliarde sein. Das ist das Ziel. Selbst wenn sich der Markt in der EU aufgrund des Umstieges auf Elektroantriebe langfristig vermutlich "ändern" werde, sieht der Geschäftsführer immenses Wachstumspotential: Auch nach 2035 werde der Großteil der Fahrzeugflotte konventionell betrieben sein. Denn der Markt an Verbrennern wachse parallel weiter. Hiermaier verweist auf eine Prognose des Beratungsunternehmens Frost & Sullivan, wonach der Ölverbrauch bis 2040 und darüberhinaus steigen werde. Die Studie geht dabei von einem weltweiten Elektroauto-Anteil von 20 Prozent aus.
