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100 Millionen Euro Investment / 1.000 km Reichweite ab 2026
MAN baut Batterieproduktion in Nürnberg

MAN
Produktion, die Antriebsbatterien werden in Nürnberg gefertigt
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Weil die Fertigung von schweren E-Lkw der Marke in München bereits Anfang 2024 startet, erfolgt zuvor eine manuelle Kleinserienproduktion der Batterien. Insgesamt will MAN 100 Millionen Euro über fünf Jahre in das Projekt investieren. Vom Land Bayern gibt es Zuschüsse in Höhe von rund 30 Millionen Euro.
Die Akkus werden aus Batteriezellen hergestellt, die wiederum zu Modulen gruppiert und in einzelnen Layern zu einem Batteriegehäuse (Pack) zusammengeführt werden nicht in flacher, langer Form wie bei den Bussen, sondern als rechteckiger, fast würfelförmiger Block. Ein schwerer E-Lkw benötigt bis zu sechs dieser Battery-Packs. Woher die Batteriezellen stammen, wurden nicht verlautbart.
Die E-Lkw von MAN werden damit zunächst auf Reichweiten von 600 bis 800 Kilometern kommen. In der nächsten Generation der Batterietechnologie sollen ab etwa 2026 Reichweiten von bis zu 1.000 Kilometern möglich werden, heißt es. Eingerechnet ist hier wohl jeweils ein Ladevorgang während der Ruhezeit des Fahrers.
MAN geht davon aus, dass schon 2025 die Gesamtbetriebskosten für einen E-Lkw identisch zu einem mit Dieselmotor sein werden und daher die Nachfrage nach den Elektrobrummis deutlich ansteigen wird - "eine entsprechende Ladeinfrastruktur vorausgesetzt", ergänzt der Hersteller wohlweislich.
Laut MAN werden durch die Batterieproduktion in Nürnberg 350 Arbeitsplätze gesichert. Was gut klingt, ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein: Insgesamt arbeiten dort fast 3.800 Menschen in der Produktion von Gas- und Dieselmotoren sowie in Entwicklung und Vertrieb. Das Werk blickt auf eine 180jährige Tradition zurück, davon mehr als 100 Jahre im Bau von Lkw oder Lkw-Komponenten.
