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Wette auf eine ungewisse Zukunft
Opel machts spannend: Rein elektrisch schon 2028

Opel
noch elektrisch zu haben, ab 2028 gibt es nur noch Stromer
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Aktuell hat Opel zwölf elektrifizierte Modelle im Programm, wenn man den Rocks-e mitrechnet, den das Unternehmen ja eigentlich nicht als Auto verstanden haben will. Die wichtigsten sind die vollelektrischen Corsa-e und der Mokka-e, die innerhalb ihrer Baureihen nach Herstellerangaben bereits über 25 Prozent Marktanteil erreicht haben, ferner der Combo-e Life (Pkw) und der Zafira-e Life (Pkw). Dazu kommen die E-Varianten der leichten Nutzfahrzeuge Combo, Vivaro und Movano und die PHEV-Varianten des Grandland und des neuen Astra, den die Opel-PR-Leute doppelt zählen, weil es auch einen Kombi gibt. Das Dutzend voll macht die Wasserstoff-Variante des Vivaro.
Für 2023 angekündigt ist der vollelektrische Astra und Astra Kombi, Mitte des Jahrzehnts soll eine moderne Manta-Interpretation als Elektroauto folgen. Opel greift dabei jeweils auf die Plattformen und E-Module des Stellantis-Konzerns zurück.
Ob der Fahrplan aufgeht, bleibt abzuwarten. Einerseits spricht angesichts der allgemeinen Entwicklung auch bei anderen Herstellern, des Umweltschutz-Drucks und neuerdings der Öl-Russland-Thematik vieles dafür – und Reichweite und Ladezeiten dürften schon bald keine ernsthaften Hindernisse mehr sein.
Andererseits bleibt die Lade-Problematik erhalten: Solange Millionen von Menschen nicht zu Hause laden können, werden sie dem E-Antrieb mindestens skeptisch gegenüberstehen. Das aber können sich Autobosse, die sich auch drei Wallboxen in der heimischen Doppelgarage leisten können, vermutlich kaum vorstellen. Dazu kommt die wegfallende Förderung, die der E-Euphorie mindestens eine Delle bescheren wird.
