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Ende der Sonderausgaben noch nicht in Sicht
VW: 31 Milliarden Euro für Dieselbetrug
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Dort werden aber längst nicht alle Berechtigten den Vergleichsvorschlag annehmen, sondern in Eigenregie klagen und dabei mutmaßlich höhere Summen erstreiten können. Zudem sind noch tausende Verfahren bei deutschen Gerichten anhängig. Auch im Ausland gibt es zahlreiche Bestrebungen, Schadenersatz zu bekommen.
Unterdessen rechnet Volkswagen-Chef Herbert Diess für 2020 mit dem Abschied von Larry Dean Thompson als Monitor des Konzerns. Thompson werde "uns aller Wahrscheinlichkeit nach im Laufe dieses Jahres verlassen", zitiert die Zeitung einen Satz von Diess aus einem Webcast für VW-Manager. VW hatte im Dieselskandal 2017 in den USA einen Vergleich erzielt und zugestimmt, sich der Aufsicht durch einen "Aufpasser" zu unterstellen.
Thompsons Team umfasst rund 200 Mitarbeiter. Sie arbeiten konzernweit eng mit VW-Beschäftigten zusammen, oft in Gruppen. Wegen der Beschränkungen durch die Corona-Krise werden die notwendigen Monitorship-Gespräche nach Informationen der Automobilwoche nun per Videochat geführt. "Das ist möglich, weil wir in den fast drei Jahren mit dem Monitor vertrauensvolle, effiziente Kooperationen aufgebaut haben", sagte ein VW-Manager der Zeitung. Als Beispiele für positive Effekte des Monitorships nannte Diess die Einführung eines anonymen Hinweisgebersystems bei VW und die Stärkung der unabhängigen Konzernrevision.
