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18 Kilometer langer Abschnitt muss wegen Braunkohletagebau verlegt werden
Sechsstreifiger Ausbau der A 4 soll als Betreibermodell vorzeitig realisiert werden
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| Bundesver- | © BMVBW | |
| kehrsminister Kurt Bodewig | ||
Der etwa 18 Kilometer lange Abschnitt zwischen Düren und Kerpen muss aufgrund des südwärts wandernden Braunkohlentagebaus Hambach auf einer Länge von etwa 13 Kilometer nach Süden, parallel zur Bahnstrecke Köln-Aachen, verlegt werden. Einen Großteil der Verlegekosten der Autobahn trägt die Rheinbraun AG.
Bodewig hatte am 19. Oktober des letzten Jahres der Öffentlichkeit das Programm "Bauen jetzt - Investitionen beschleunigen" vorgestellt. Eines der Instrumente war ein Betreibermodell. Durch die Beteiligung privater Investoren soll der Ausbau von sechsspurigen Autobahnen beschleunigt werden. Das Modell sieht vor, dass der Ausbau, die Erhaltung, der Betrieb und die Finanzierung der Autobahnteilstücke befristet an einen privaten Betreiber übertragen werden. Die Nettoeinnahmen aus der Lkw-Maut werden im Rahmen eines Vertrages für einen befristeten Zeitraum an die privaten Betreiber weitergeleitet. Nach derzeitigen Schätzungen sind die übrigen Kosten durch die von Rheinbraun aufzubringenden Mittel abgedeckt.
Durch die intelligente und flexible Verknüpfung privatwirtschaftlicher Instrumente des Betreibermodells einerseits und das Einbringen des Verlegekostenanteils von Rheinbraun andererseits, sei es der Bundesregierung möglich, die Realisierung dieser Maßnahme im Vergleich zur konventionellen Haushaltsfinanzierung um fünf Jahre zu beschleunigen, betonten der Minister und sein Staatssekretär. Bodewig versicherte, dass durch das Betreibermodell die Arbeitsplätze beim Straßenbetriebsdienst nicht gefährdet seien.
"Die A 4 gehört mit Verkehrsbelastungen von 90.000 Kraftfahrzeugen pro 24 Stunden und einem Lkw-Anteil von rund 20 Prozent zu den höchstbelasteten im deutschen Autobahnnetz. Vielfach fehlt es an aktivem Lärmschutz. Durch den verkehrsgerechten sechsstreifigen Ausbau ist nunmehr ein beschleunigter adäquater Lärmschutz möglich", stellte Bodewig heraus.
Die Umbaukosten des etwa 18 Kilometer langen Abschnittes betragen etwa 100 Millionen Euro.












