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Unklare Zukunft für den Kleinwagen jedenfalls in Deutschland
Škoda feiert 5.000.000 Fabia

Škoda
5.000.000 Exemplare: Škoda Fabia
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Die erste Generation des Fabia wurde 1999 auf der IAA in Frankfurt am Main als Nachfolger des Felicia vorgestellt. Sie debütierte als fünftürige Schräghecklimousine mit einer Länge von 3,96 Metern. Weniger als ein Jahr später wurde die Kombiversion eingeführt, gefolgt von einer Stufenheck-Limousine im Jahr 2001. Das Design entwarf ein Team unter der Leitung des damaligen Chefdesigners Dirk van Braeckel. Der erste Fabia basierte auf der PQ24-Plattform des VW-Konzerns. Im März 2003 debütierte eine 130 PS starke RS-Version (1,9 TDI).
Die zweite Generation wurde im März 2007 auf dem Genfer Automobilsalon präsentiert. Sie basierte auf der gleichen Plattform wie der Vorgänger, war aber zwei Zentimeter länger und fast fünf Zentimeter höher. Auch hier folgte ein Kombi, nicht aber ein "Rucksack"-Modell. Der RS leistete 180 PS (1,4 TSI).
Die dritte Generation wurde im Oktober 2014 auf dem Pariser Autosalon enthüllt. Basierend auf einer gemischten Plattform mit hohem PQ26-Anteil wuchs der Kleinwagen um satte neun Zentimeter in die Breite bei gleichzeitig wieder gesenkter Höhe. Erstmals kamen hier Assistenzsysteme zum Einsatz. Auch ein Kombi blieb im Angebot, nicht aber ein RS-Modell.
Der aktuelle Fabia der vierten Generation auf Basis der MQB-A0-Plattform erschien 2021. Die Länge liegt inzwischen bei 4,10 Metern, Dieselantrieb und Kombi gibt es nicht mehr. In der Kleinwagen-Zulassungsstatistik lag der Fabia hierzulande in den ersten vier Monaten mit rund 8.100 Exemplaren auf Platz 4 nach Corsa, Mini und Polo. Unter Beachtung von Minis statistischer Sonderrolle – alle Baureihen werden zusammengefasst gezählt – stünde der Fabia auf Platz 3.
Škodas Produktionsvorstand Andreas Dick sagt, man werde den Fabia angesichts des anhaltenden Erfolgs der aktuellen vierten Generation auch über das Jahr 2030 hinaus produzieren. Gemeint sind damit Kleinwagen mit Verbrennungsmotoren. Ob das auch für Deutschland gilt und ob das aktuelle Modell solange ggf. mehrfach aufgefrischt oder durch eine fünfte Generation abgelöst werden soll, bleibt offen.
In der Tendenz tippen wir auf ein Fabia-Ende in einigen Jahren in Deutschland – weil Kleinwagen nicht mehr so beliebt sind und weil Elektroantriebe langsam aber sicher den Markt erobern. Der VW-Konzern ist hier spät dran, wird aber gleich mehrere Modelle in diesem Segment einführen, auch als Škoda Epiq.
