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Martin Sander geht als Vertriebsvorstand nach Wolfsburg
Sofort-Wechsel: Ford verliert Deutschland-Chef an VW

Volkswagen
und Marketingvorstand bei Volkswagen Pkw, er folgt auf Imela Labbé
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Sander war zuletzt Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH in Köln und hatte in dieser Funktion noch in dieser Woche den Startschuss für die Fertigung des Ford Explorer gegeben (Autokiste berichtete). Außerdem war er General Manager "Ford Model e" für Ford of Europe und verantwortete damit die Entwicklung von Elektrofahrzeugen sowie von Software und Dienstleistungen für vernetzte Fahrzeuge für Ford in Europa.
Für Ford kam der Abgang offenbar überraschend, einen Nachfolger konnten die Kölner nicht präsentieren. Die Aufgaben werden nun interimsweise vom Personalvorstand bzw. ausgerechnet vom General Manager für die Verbrenner-Sparte übernommen.
Für Sander ist der Volkswagen-Konzern nicht ganz neu. Bei der Audi AG hatte er in früheren Jahren eine Reihe verschiedener Führungspositionen in Nordamerika und Europa inne, unter anderem als Senior Vice President of Sales für Europa, Deutschland, Amerika und UK.
Sander folgt auf Imela Labbé, die das Vorstandsressort erst 2022 übernommen hatte und den Konzern nun laut Mitteilung "aus persönlichen Gründen im Rahmen einer Altersregelung" verlässt. Labbé begann ihre Auto-Karriere 1986 bei Opel/GM, 2013 wechselte sie als Skoda-Deutschland-Chefin zu Volkswagen.
Thomas Schäfer würdigte Labbés Leistungen. Sie habe mit ihrer "hervorragenden Vertriebsexpertise Marktanteile gesteigert und Volkswagen auch in der Werbung wieder das typische Gesicht zurückgegeben", so der VW-Markenchef. Mit dem "Energize Projekt" habe Labbé mit ihrem Team zudem einen wesentlichen Beitrag zur "Neuaufstellung der Marke Volkswagen" geleistet und wichtige Impulse in der "Neuausrichtung der Marke" für die Zukunft gesetzt. Schäfer: "Ich habe großen Respekt für ihren Einsatz und ihre Leistung und wünsche Imelda für die Zukunft alles Gute."
Ford kommunizierte den Abgang des eigenen Chefs per 12. Juni naturgemäß nur kurz. Man "danke" ihm für seinen Beitrag zur Entwicklung von Ford in Europa in den vergangenen zwei Jahren und wünsche ihm "alles Gute" für die Zukunft, hieß es.
