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Mehr Leistung / E-Reichweite unkklar / Normverbrauch unverändert
Nissan Juke kommt als Vollhybrid

Nissan
künftig auch als Vollhybrid
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Das System ist an einen Startergenerator aus dem Portfolio von Allianzpartner Renault gekoppelt, auch das "multimodale" Getriebe mit vier Verbrenner- und zwei Elektrogängen sowie die Batterie steuern die Franzosen bei. Letztere ist mit einer Kapazität von gerade einmal 1,2 kWh versehen, so dass Nissan die elektrische Reichweite vorsichtshalber nicht benennt. Die E-Höchstgeschwindigkeit beträgt 55 km/h.
Geladen wird die Batterie wie üblich bei einem Vollhybriden ausschließlich durch den Verbrennungsmotor. Die Umschaltung zwischen den Antriebsformen steuert eine Software, per Tastendruck kann der E-Antrieb priorisiert werden. Ein Fahrmodi-Schalter und das aus dem Leaf bekannte One-Pedal-System (automatische leichte Bremsung beim Lupfen des Pedals bis fast zum Stillstand) sind serienmäßig, letzteres kann aber deaktiviert werden.
Unter dem Strich wird der Hybrid-Juke also eine Ecke stärker sein als das bisherige Modell. Gleichzeitig kündigt Nissan einen Kraftstoffverbrauch an, der nach vorläufigen Angaben bis zu 40 Prozent im Stadtverkehr und um bis zu 20 Prozent im kombinierten Normzyklus geringer sein soll als bei eben jenem nicht elektrifizierten Benziner. Als Normverbrauch nennt der Autobauer allerdings 5,1-5,2 Liter für das neue Modell, während das aktuelle je nach Getriebe und Rädergröße mit 5,0-5,2 Litern im Datenblatt steht.
So bleibt die Vermutung, dass hier nicht "die Regeln in diesem Segment neu geschrieben" werden, wie ein hochrangiger Nissan-Manager sich zitieren lässt, sondern vielmehr ein "Hybrid-Joke" entstanden ist, der vor allem dafür sorgen soll, die Zahl der elektrifizierten Modelle künstlich hoch zu treiben. Kunden bekommen mehr Leistung zu einem noch nicht bezifferten Aufpreis - und verlieren gleichzeitig 68 Liter Kofferraumvolumen durch die Batterie (354 Liter verbleibend). Eine Förderung vom Staat gibt es mangels externer Auflademöglichkeit nicht.
Optisch gibt sich die neue Version an entsprechenden Plaketten, dem neuen Markenlogo und kleineren Modifikationen an der Front zugunsten eines besseren Luftwiderstandswerts zu erkennen. Dem gleichen Ziel dient auch die optimierte Hinterachsabdeckung. Dazu kommen neue zweifarbige 17-Zoll-Räder, die künftig auch für die konventionelle Variante angeboten werden. Optional stehen die ebenfalls zweifarbigen 19-Zoll-Aero-Räder zur Verfügung.
Preise liegen wie erwähnt noch nicht vor. Die Angaben zur Markteinführung variieren zwischen "noch in diesem Jahr" und "diesen Sommer".
