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Werk Hambach soll verkauft werden
Mercedes: Kehrtwende in Frankreich

Daimler
im französischen Hambach verkaufen
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Man befinde sich auf dem Weg zur CO2-neutralen Mobilität der Zukunft und investiere in den kommenden Jahren massiv in die Transformation des Unternehmens, hieß es weiter. Man wolle Nachfrage und Kapazität in Einklang bringen.
Daimler plant nun die Aufnahme von Gesprächen mit möglichen Kaufinteressenten. Man darf annehmen, dass solche bereits existieren. Ziel sei es, dem Standort eine bestmögliche Zukunftsperspektive zu geben. Auch sollen die aktuellen Smart Fortwo, obschon sie aktuell nicht bestellbar sind, bis zum Generationswechsel weiter in Hambach gebaut werden. Der Nachfolger entsteht wie berichtet in China.
Im Mai 2018 hatte Daimler den Bau eines Mercedes-EQ-Modells in Hambach angekündigt. Man gehe "den nächsten Schritt" und bringe "erstmals in unserer über 100-jährigen Geschichte die Produktion von Mercedes-Benz nach Frankreich", hatte der damalige Konzernchef Dieter Zetsche bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron erklärt. Von 500 Millionen Euro Investitionen war die Rede – und auch davon, in Hambach zusätzlich nicht-elektrische Modelle der Mercedes-Kompaktklasse (A, B, CLA, GLA, GLB) zu bauen.
Das im Oktober 1997 eingeweihte Werk "Smartville" im lothringischen Hambach fertigt aktuell nur den Smart Fortwo EQ. Bis heute sind dort gut zwei Millionen Fortwo vom Band gelaufen. Die Zahl der Mitarbeiter dort liegt laut Mitteilung bei 1.600, die Daimler-Website nennt dagegen die Hälfte. Der Smart Forfour wird zusammen mit dem Schwestermodell Renault Twingo in Slowenien gebaut.
