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Montag, 15. August 2022,
Nur fünf Liter Normverbrauch im großen SUV / Wankel-Elektro und R6-Otto folgen

Mazda hält Wort: Der Sechszylinder-Diesel kommt

Nicht immer waren Mazdas Sonderwege nachvollziehbar, der neueste aber dürfte viele erfreuen: Die Japaner halten Wort und bringen einen ganz neuen Dieselmotor – als Sechsender und mit Top-Verbrauch. Und noch zwei weitere interessante Antriebsvarianten sind auf dem Weg.
Mazda hält Wort: Der Sechszylinder-Diesel kommt
Mazda
Der Mazda CX-60 (Bild zeigt PHEV-Modell) kommt auch als Sechszylinder-Diesel,
der mittelstark und sehr sparsam ist. Ein R6-Otto wird folgen
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Während anderswo der Diesel nach und nach ausstirbt, hat Mazda einen neuen Selbstzünder entwickelt, der ab Januar 2023 zunächst im neuen CX-60 eingesetzt wird. Downsizing war dabei nicht die vorherrschende Entwicklungsrichtung, Verbrauchsreduktion aber natürlich schon. Mazda ereicht diese durch einen "Rightsizing"-Ansatz, der schon fast vergessen schien: Sechs statt vier Zylinder, und satt Hubraum statt Mini-Motörchen.

3,3 Liter ist das neue Aggregat - ausgeführt in Reihenbauweise - groß. Ein neu entwickeltes Brennverfahren namens DCPCI (Distribution-Controlled Partially Premixed Compression Ignition) soll auf Effizienz und damit Emissionen einzahlen, der thermische Wirkungsgrad liegt bei über 40 Prozent. Ergänzend unterstützt ein 48-Volt-Mildhybridsystem mit umgerechnet 17 PS das Setup. Die Kraftübertragung an die Achsen übernimmt eine achtstufige Wandlerautomatik.

Das Aggregat wird in zwei Leistungsstufen angeboten. Die Basis kommt auf 200 PS Leistung und 450 Newtonmeter Drehmoment, die Topausführung erreicht 254 PS und 550 Newtonmeter - etwas weniger als bei der Premium-Konkurrenz. So gibt Mazda für die stärkere Ausführung eine Nullhundert-Spurtzeit von 7,4 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 219 km/h an. Zum Vergleich: Ein Audi Q5 50 TDI erreicht in diesen Disziplinen in 5,7 Sekunden und 240 km/h, ein BMW X3 30d steht mit ebenfalls 5,7 Sekunden und 245 km/h im Datenblatt. Beide haben aber auch 286 PS und 620 bzw. 650 Newtonmeter.

Beim Verbrauch dagegen haben die Japaner die Nase geradezu deutlich vorn: 4,9 bzw. 5,3 Liter lauten die jetzt veröffentlichten Durchschnittswerte nach WLTP. Der genannte Audi (hybridfrei) gönnt sich demgegenüber 8,1-8,8 Liter, BMW (Mildhybrid) gibt 6,2 bis 7,0 Liter an. Ausgehend vom Mittelwert ist Mazda hier 37 bzw. 20 Prozent besser.

Der Diesel ist nicht der einzige Sechszylinder, den Mazda in petto hat. Zu einem späteren Zeitpunkt folgt auch noch ein R6-Ottomotor. Beide werden auch den ebenfalls 2023 startenden, nochmals größeren und siebensitzigen CX-80 antreiben.

Und für den elektrischen MX-30 haben die Japaner eine zusätzliche Variante mit Range Extender angekündigt, der markentypisch als Wankelmotor ausgeführt ist. Die Idee, die Gewicht spart und Reichweite bringt, machte vor Jahren auch schon einmal als Vorsprung durch Technik ihre Runden – Mazda bringt sie 2023 in Serie.
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text  Hanno S. Ritter
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