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Dienstag, 24. November 2020,
40-km-Marke für reduzierte Dienstwagensteuer überschritten

Porsche Cayenne: Mehr E-Reichweite für die Hybrid-Modelle

Obwohl es bei einem Porsche Cayenne wegen des hohen Grundpreises keinen Umweltbonus für ein Modell mit Plug-in-Hybrid-Technik und mangels Reichweite keinen Steuernachlass gibt, greifen die Kunden zahlreich zu. Den Spaß des E-Fahrens und das grün angehauchte Image steigert Porsche nun durch einen größeren Akku – und ermöglicht damit zumindest einen der beiden staalichen Boni.
Porsche Cayenne: Mehr E-Reichweite für die Hybrid-Modelle
Porsche
Der Porsche Cayenne PHEV schafft nun eine Elektro-Reichweite von
bis zu 48 Kilometern und bekommt so die reduzierte Dienstwagensteuer
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Porsche erhöht bei allen Plug-in-Hybrid-Modellen (PHEV) des Cayenne die elektrische Reichweite. Mittel zum Zweck sind eine von 14,1 auf 17,9 kWh erhöhte Bruttokapazität des Akkus. Sie wurde nach Herstellerangaben möglich durch optimierte Zellen.

Der Cayenne E-Hybrid kann nun nach WLTP-Norm bis zu 48 Kilometer weit lokal emissionsfrei fahren (NEFZ: bis zu 56 km), beim Turbo S E-Hybrid sind es bis zu 42 bzw. 53 Kilometer. Die Werte sind damit um rund 30 Prozent gestiegen, womit nicht nur der E-Modus alltagstauglicher und das Image grüner wird. Für viele Käufer entscheidend dürfte vor allem sein, dass mit Erreichen der 40-km-Marke die Voraussetzung für die reduzierte Dienstwagenbesteuerung gegeben ist.

Den rein elektrischen Vortrieb übernimmt wie bisher der ins Achtgang-Automatikgetriebe Tiptronic S integrierte Elektromotor. Mit dessen 100 kW (136 PS) und 400 Nm ist eine rein elektrische Maximalgeschwindigkeit von 135 km/h möglich. Bei erhöhtem Leistungsbedarf oder einem Wechsel in die Fahrmodi Sport oder Sport Plus schaltet sich der jeweilige Verbrennungsmotor zu. Beim Cayenne E-Hybrid ist es ein Dreiliter-V6-Turbo mit 340 PS, als Systemleistung ergeben sich 462 PS. Beim Topmodell kommt ein Vierliter-V8-Biturbomotor mit 550 PS zum Einsatz, der dem Hybridsystem zu 680 PS Leistung verhilft.

Porsche hat außerdem die Fahrmodi des serienmäßigen Sport-Chrono-Pakets mit Fokus auf eine höhere Effizienz und Performance optimiert. Der E-Charge-Modus, in dem die Hochvolt-Batterie während der Fahrt durch den Verbrenner geladen wird, folgt beispielsweise nun einer angepassten Ladestrategie: Der Zielladestand der Batterie wurde von bisher 100 auf 80 Prozent reduziert. Hintergrund ist, dass die Batterie – ähnlich wie ein Handy-Akku – ab einem Ladezustand von rund 80 Prozent deutlich langsamer und somit ineffizienter lädt. Außerdem wird so sichergestellt, dass jederzeit die volle Rekuperationsleistung zur Verfügung steht.

Die optimierten Modelle sind bereits bestellbar. In Deutschland beginnen die Preise für den Cayenne E-Hybrid bei 90.447 Euro und für die Coupé-Version mit erweiterter Serienausstattung bei 95.087 Euro. Den Cayenne Turbo S E-Hybrid gibt es zu Preisen ab 170.023 Euro, das Coupé startet bei 174.083 Euro.
Leserbrief Autokiste folgen date  29.10.2020  —  # 13252
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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