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Donnerstag, 19. September 2019,
Sonderfarbe, andere Räder und Farbakzente für 800 Euro

Ford S-MAX: Neues Stylingpaket ohne Reiz

B-MAX, C-MAX und Grand C-MAX sind bei Ford Geschichte, doch auch die beiden verbliebenen Vans tun sich schwer. Für den sportlich angehauchten S-MAX ST-Line kündigen die Kölner nun ein neues Styling-Paket an. Was Kunden möglicherweise locken könnte, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als langweilig.
Ford S-MAX: Neues Stylingpaket ohne Reiz
Ford
Ford lackiert den S-MAX ST-Line
nun optional auch in "Slate Grau"
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Ford verkauft den S-MAX ST-Line ab sofort auch mit einem "Styling-Paket Slate-Grau". Der Autobauer beschreibt es in einer Presseinfo ausführlich und nennt diverse Ausstattungsdetails, die aber zu einem ganz überwiegenden Teil sowieso Standard bei der ST-Line sind.

Für das Styling-Paket bleiben letztlich nur vier Bestandteile übrig, namentlich rot lackierte Bremssättel und schwarze Außenspiegelkappen, eine andere Ausführung der 18-Zoll-Räder (10-Speichen-Design glanzgedreht statt 5-Speichen-Look) und die namensgebende Lackierung. Slate Grau ist bereits von anderen Ford-Baureihen bekannt; es handelt sich dabei um einen polarisierenden, leicht blaustichigen Grauton ohne Metallic-Effekt.

Ford berechnet das Paket mit 800 Euro Aufpreis. Zum Vergleich: Die beiden oben genannten Farbtupfer gibt es regulär für zusammen 300 Euro. Die restlichen 500 setzt der Autobauer also für das Felgendesign und die Außenlackierung an.

Motorseitig stehen bis auf den schwächsten Diesel alle verbliebenen Optionen im S-MAX-Programm zur Wahl. Es sind dies der für ein so großes Auto schwache 1,5-Liter-Benziner mit 165 PS sowie der Zweiliter-Diesel "EcoBlue" mit 150, 190 oder 240 PS. Den Benziner liefert Ford nur mit manuellem Getriebe, die Diesel gibt es optional mit der 8-Gang-Automatik, die über einen by-wire-Drehregler bedient wird; beim Bi-Turbo ist sie serienmäßig. Allradantrieb kann für die beiden schwächeren Diesel geordert werden, einmal nur mit manuellem und einmal nur mit automatischem Getriebe.

Die Preise beginnen bei 38.800 Euro für den Benziner, der ohne die roten Bremssättel auskommen muss, und enden bei 47.825 für das Topmodell. Dass davon noch Rabatte abgehen, versteht sich von selbst - dass sozusagen ein erster Vorschlag insoweit aber bereits im Konfigurator auftaucht, ist typisch Ford: Aus 38.000 Euro werden so direkt 33.000, und beim Topmodell wird in völliger Verkennung von Prozent-Usancen bei Rabatten der gleiche Betrag abgezogen.

Nicht auszuschließen, dass Interessenten sich hier veräppelt vorkommen, zumal der Konfigurator zunächst die Sonderfarbe für 750 Euro offeriert, später im Prozess das Paket für 800 Euro anbietet (aber richtigerweise nur 50 addiert) und dabei gleich zwei verschiedene Felgen zeigt - die beide unzutreffend sind.
Leserbrief Autokiste folgen date  02.05.2019  —  # 12948
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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