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Samstag, 24. August 2019,
Produktion in Saarlouis läuft bald aus

Ford: Aus für den C-MAX

Es mag ein bisschen nach Aprilscherz klingen, ist aber keiner: Ford stellt wie erwartet die Baureihe C-MAX ein – ersatzlos und bald.
Ford: Aus für den C-MAX
Ford
Ford beendet die Produktion des
C-MAX und Grand C-AMX (Bild) in Saarlouis
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Beobachter und Mitarbeiter ahnen es schon länger, jetzt ist es auch offiziell: Ford wird die Baureihe C-MAX komplett aufgeben. Die Produktion im Werk Saarlouis soll nach einem Beschluss des Aufsichtsrats vom vergangenen Freitag bereits im Juni 2019 auslaufen. Dies sei das Ende des regulären Modellzyklus, erklärte der Autobauer. Zur Begründung hatte Ford bei einer Betriebsversammlung im Dezember 2018 die stark rückläufige Nachfrage nach Multi-Activity-Fahrzeugen (MAV) genannt.

Neben dem Auslauf des C-MAX hat Ford für den Standort auch den Entfall der Nachtschicht und damit einen Übergang zu einer Fertigung im Zweischicht-Betrieb angekündigt. Die damit einhergehenden "Personalmaßnahmen", wie sich das Unternehmen ausdrückt, sind Teil des angekündigten Stellenabbaus von Ford in Deutschland, der mehr als 5.000 Mitarbeiter betrifft. Die Stellen sollen "entsprechend der demografischen Trends" gestrichen werden, heißt es. Wieviele Jobs genau in Saarlouis und in Köln betroffen sind, wurde nicht verlautbart. Die IG-Metall hatte für Saarlouis von 1.600 Betroffen gesprochen.

Die Entscheidung gehört zu einem Maßnahmenpaket, mit dem das Unternehmen ein nachhaltig profitables Geschäft in Deutschland und Europa sichern will. "Die beschlossenen Maßnahmen bedeuten einen wichtigen Schritt, um die Produkte zu liefern, die unsere Kunden wollen und ein wettbewerbsfähigeres Geschäft für unsere Stakeholder zu sichern", sagte Aufsichtsratschef Steven Armstrong.

Man wolle weiter in jene Produkte investieren, die ein gesundes Geschäft sicherten. Dazu gehören wohl neben Focus, Kuga, Fiesta und dem künftigen Fiesta-SUV auch der S-MAX, während die Zukunft des Galaxy unsicher und die des Mondeo schwer zu beurteilen ist. Die Import-Modelle Ka, Mustang und Edge dürften fortgeführt werden. Bei den Nutzfahrzeugen soll die Kooperation mit Volkswagen die Zukunft sichern; erstes Projekt ist ein Nachfolger von Ranger und Amarok.

Zu den weiteren Maßnahmen der - für die Branche ungewöhnlich nicht mit einem peppigen Namen versehenen - Transformationsstrategie gehören unter anderem ein stärkerer Fokus auf Elektro- und Hybridfahrzeuge, die Schließung eines Werks für Automatikgetriebe in Frankreich, der Rückzug aus Russland, was Verkauf und Produktion betrifft (ausgenommen Nutzfahrzeuge), Kostensenkungen auch durch Verschlankung der globalen Managementstruktur und die Zusammenlegung der Ford-Zentrale in Großbritannien mit dem Sitz von Ford Credit Europe im Technikzentrum Dunton östlich von London.

Im Ford-Werk in Saarlouis wird neben dem C-MAX / Grand C-MAX auch der Ford Focus als Fünftürer, Turnier, ST und Active gefertigt. Der C-MAX ist von 2003 bis 2010 und ab 2014 im saarländischen Ford-Werk produziert worden. In den Jahren von 2010 bis 2014 wurde er im spanischen Valencia gefertigt. Im vergangenen Jahr wurden laut KBA noch knapp 11.700 C-MAX und 7.200 Grand C-MAX neu zugelassen.

Den B-MAX hatte Ford bereits 2017 auslaufen lassen und durch den Ecosport ersetzt. Der Fiesta ist der einzige Kleinwagen, der noch in Deutschland (Köln) gebaut wird.
Leserbrief Autokiste folgen date  01.04.2019  —  # 12926
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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