Das unabhängige Portal rund um Automobil & Verkehr
Mittwoch, 12. Dezember 2018,
Vorgeschmack auf Studie GT X Experimental / Premiere im Herbst

Vizor: Das ist das neue Opel-Gesicht

Genau ein Jahr gehört Opel jetzt zum französischen PSA-Konzern – höchste Zeit, einen Zukunfts-Ausblick zu geben. Der kommt im Herbst, einen Appetithappen verteilen die Rüsselsheimer aber schon jetzt: Vizor heißt das neue Opel-Gesicht.
Vizor: Das ist das neue Opel-Gesicht
Opel
Dieses Gesicht namens "Vizor"
werden künftige Opel-Modelle tragen
ANZEIGE
Die meisten Opel-Modelle - von Karl und Corsa einmal abgesehen - sehen gar nicht schlecht aus. Das dürften auch jene konstatieren, denen die Blitz-Marke nicht besonders liegt. Speziell Grandland X, Insignia und nicht zuletzt der Adam gefallen und dürften so dazu beigetragen haben, dass Opel in Zeiten des Umbruchs überhaupt noch positiv wahrgenommen wurde.

Doch wie sehen Opels künftig aus, zumal wenn die Marke wie angekündigt elektrisch werden soll, sich alle Baureihen eine Plattform mit ihren Peugeot-/Citroën-Brüdern teilen werden und Wettbewerber wie VW mit der I.D.-Familie eine ganz neue Designlinie ausrollen werden? Diese Frage beschäftigt nicht nur Autointeressierte und potentielle Käufer, sondern natürlich auch das Unternehmen selbst. Die Antwort kommt im Herbst mit der Studie GT X Experimental. Während der Name ein eher nicht seriennahes Crossover-Modell vermuten lässt, wird die jetzt vorab gezeigte Frontgestaltung in den nächsten Jahren noch oft zu sehen sein.

Die Studie folgt dabei laut Unternehmen dem neuen "Opel-Kompass", der das Frontdesign künftiger Modelle klar strukturieren soll – "einfach unverkennbar", heißt es. Beim Kompass kreuzen sich zwei prominente Achsen mit dem Markenemblem: Dies ist zum einen die charakteristische Bügelfalte auf der Motorhaube und zum anderen die flügelförmige Grafik des Tagfahrlichts. Der Blitz steht dabei im Mittelpunkt der Gestaltung.

Die Scheinwerfer mit den integrierten Tagfahrleuchten sowie Kameras und Sensoren der Assistenzsysteme werden gemeinsam mit dem Emblem von einem durchgehenden Designelement umrahmt. Es soll nach Opel-Doktrin an das Visier eines Motorradhelmes erinnern. Entsprechend hat sich das Marketing mit "Vizor" einen griffigen Namen ausgedacht. Singleframe, Kaskade, Hektagon, Diamantgrill und weitere lassen grüßen.

Unser erster Eindruck ist durchaus positiv. Opel verlässt mit dem Vizor den klassischen, bei Elektroautos obsoleten Kühlergrill-Look auf eine ansehnliche und vor allem recht eigenständige Art. Das Design wirkt modern, passend zu E-Modellen und so "clean", wie es zumindest aktuell angesagt ist. Problematischer erscheinen uns indes die Variationsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Baureihen und deren Generationen.

"Wir sind eine Marke, die stolz auf ihre Tradition ist, aber wir wollten auch den frischen neuen Geist des modernen Deutschlands widergeben. Daraus haben wir eine grundlegende Designphilosophie für Opel entwickelt, die sowohl 'mutig' als auch 'klar' ist. Wir wollen spannende Formen schaffen, die aus der Masse herausstechen, dabei aber vollkommen klar in ihrer Ausführung sind. Die Markenstudie GT X Experimental verkörpert diese Werte perfekt und gibt den Rahmen für unsere künftigen Fahrzeuge vor“, sagt Opel-Designchef Mark Adams.

Erster Opel mit dem neuen Gesicht dürfte der Corsa werden. Der Kleinwagen, ursprünglich noch auf einer GM-Plattform entwickelt, wird als Schwestermodell von Peugeot 208 und Citroën C3 erscheinen - als erster Volumen-Opel auch als vollelektrische Version.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date  01.08.2018  —  # 12669
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
ANZEIGE