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Freitag, 20. Juli 2018,
Sonderprüfung findet kein Fehlverhalten

VWs Chef-Lobbyist kehrt zurück

Im Zuge der Affenthematik war der oberste Lobbyist der VW-Konzerns beurlaubt worden. Nun folgt das, was damals unwahrscheinlich erschien: Dr. Thomas Steg kehrt zurück. Die Konzernrevision fand keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten.
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Die Geschichte um Abgastests mit Affen hat vor einigen Monaten viel Wirbel ausgelöst - ein gefundenes Fressen für Medien, sozusagen. Inzwischen hat Volkswagen als mutmaßlicher Haupt-Akteur die Angelegenheit intern untersuchen lassen. Dabei habe man weder ein pflichtwidriges Verhalten noch arbeitsrechtlich relevante Verstöße seitens der Mitarbeiter bei Studien festgestellt, heißt es in einer Mitteilung.

Entsprechend kehrt der beurlaubte und von seinen Aufgaben freigestellte Dr. Thomas Steg deshalb mit sofortiger Wirkung in seine Funktion als Leiter der Konzern-Außenbeziehungen von Volkswagen zurück. "Ich war sicher, mich arbeits- und dienstrechtlich korrekt verhalten zu haben. Dennoch habe ich mich gefragt, ob ich damals, im Frühjahr 2013, nicht noch mehr hätte unternehmen können, um den Test in den USA zu verhindern", lässt sich Steg zitieren. "Ich bedauere sehr, dass ich damals nicht anders gehandelt habe und entschuldige mich dafür."

Zu einer guten Unternehmenskultur gehöre es auch, dass Mitarbeiter nach vollständiger Aufklärung eines Sachverhalts mit entlastendem Ergebnis voll umfänglich rehabilitiert würden, erklärte Hiltrud D. Werner, Vorstand für Integrität und Recht der Volkswagen AG.

Die jetzige Sonderprüfung bezog sich auf jene Studien, die die ehemalige rechtlich selbstständige "Europäische Forschungseinrichtung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor e.V." (EUGT) in Auftrag gegeben hatte unter besonderer Berücksichtigung der Abläufe in einer US-amerikanischen Studie an Primaten. Werner sagte, man werde darüber hinaus eine unabhängige Überprüfung sämtlicher Versuchs-, Studien- und Forschungsprojekte, an denen das Unternehmen mittelbar und unmittelbar beteiligt gewesen sei, in der zweiten Jahreshälfte abschließen. Volkswagen unterhalte allein in Deutschland 1.290 Kooperationen mit mehr als 100 Hochschulen und über 60 Forschungsinstituten.

Was Tierversuche betrifft, so seien diese für Fragen von Verkehr und Mobilität "verzichtbar und nicht akzeptabel", so Werner, es sei denn, der Gesetzgeber schreibe sie zwingend vor. Grundsätzlich werde für zukünftige Forschungsvorhaben die Berücksichtigung deutscher Ethiknormen weltweit verpflichtend eingeführt.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date  07.06.2018  —  # 12582
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB