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Donnerstag, 20. September 2018,
1964er-Modell seit Scheunenfund 2014 aufwendig restauriert

Porsche-Museum zeigt den 901-Elfer

Nach dreijähriger Restaurierung ist es soweit: Das Porsche Museum zeigt in der Sonderschau ab heute einen ganz speziellen Elfer – den jüngsten und den gleichzeitig ältesten 911 der Sammlung. Das rote Coupé entstand im Oktober 1964 als eines der ersten Serienmodelle des Sportwagens noch unter der Typbezeichnung 901.
Porsche
Einer der allerersten Elfer
steht jetzt im Porsche-Museum
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Über 50 Jahre, nachdem der rote Porsche die Produktionshallen in Stuttgart verließ, ist er ganz in der Nähe wieder in voller Pracht zu sehen. Porsche hatte den Nachfolger des 356 ursprünglich unter der Typbezeichnung 901 entwickelt und vorgestellt. Nur wenige Wochen nach Produktionsbeginn musste das Coupé im Herbst 1964 wegen eines markenrechtlichen Einspruchs von Peugeot jedoch umbenannt werden und hieß fortan 911. Alle bis dahin produzierten Kundenfahrzeuge waren zwar unter der Bezeichnung 901 gebaut, aber als 911 verkauft worden. Eine dieser Raritäten fehlte 50 Jahre lang in der Werkssammlung von Porsche.

2014 stieß das TV-Team der Doku-Soap "Der Trödeltrupp – Das Geld liegt im Keller" beim Verwerten einer längst aufgegebenen Sammlung in einer Scheune auf zwei 911 aus den 1960er-Jahren. Bei der Rückfrage im Porsche-Museum stellte sich heraus, dass einer der beiden Sportwagen mit der Fahrgestellnummer 300.057 zu den seltenen Exemplaren zählt, die vor der Umbenennung gebaut wurden. Das Porsche Museum kaufte beide 911 zum Schätzpreis unabhängiger Sachverständiger an und schloss damit eine wichtige Lücke in der Sammlung bedeutender Klassiker der Marke.

Mitentscheidend für den Kauf war der unrestaurierte Zustand des frühen 911. Das bot den Spezialisten des Museums die Möglichkeit, den Sportwagen so authentisch und originalgetreu wie möglich wiederaufzubauen. Drei Jahre dauerte es, den stark von Rost zerfressenen Sportwagen wieder mit zeitgenössischen Originalblechen in den ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen.

Motor, Getriebe, Elektrik und Innenausstattung wurden nach dem gleichen Prinzip instandgesetzt. Grundsätzlich ging dabei der Erhalt von Teilen und Fragmenten vor deren Ersatz. Diese aufwändige Restaurierungsmethode, nach der das Porsche-Museum grundsätzlich verfährt, ist der Grund für die lange Dauer der Wiederbelebung des markenhistorisch bedeutsamen Sportwagenklassikers. Über die Kosten der Restaurierung macht das Unternehmen keine Angaben.

Inzwischen ist der alte Elfer wieder fahrbereit. Porsche zeigt ihn vom 14. Dezember 2017 bis 8. April 2018 in einer Sonderschau "911 (901 Nr. 57) – Eine Legende nimmt Fahrt auf".
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date  14.12.2017  —  # 12349
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB