Fast 50 Prozent mehr Passagiere im Jahr 2015

Boom im Fernbus-Markt hält an

Den Fernbus statt Auto oder Bahn zu nutzen, hat vor allem finanzielle Vorteile. Das ist Grund genug für rasant steigende Nutzerzahlen, von denen andere Verkehrsträger nicht einmal zu träumen wagen. Ein Ende ist nicht absehbar.
Boom im Fernbus-Markt hält an
Flixbus
Die Fernbusbranche erfreut sich
hoher Zuwachsraten bei den Passagierzahlen
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Seit der Liberalisierung zum 1. Januar 2013 ist der Linienfernverkehr mit Bussen auf Expansionskurs. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2015 von deutschen Unternehmen 23,2 Millionen Fahrgäste mit Linienfernbussen befördert - 47 Prozent mehr als im Vorjahr. Gegenüber den Jahren 2013 (8,2 Millionen) und 2014 (15,9 Millionen) hat sich die Fahrgastzahl damit weiter deutlich erhöht.

Besonders stark legte der grenzüberschreitende Verkehr zu. Die Zahl der Passagiere stieg hier um 81 Prozent auf 7,3 Millionen, der Vergleichswert im Inland liegt bei 35 Prozent Zuwachs auf 16,0 Millionen. Weiterhin lag aber für die Mehrheit der Fernbusreisenden (69 %) Start- und Zielort innerhalb Deutschlands.

Die durchschnittliche Reiselänge ermittelten die Statistiker mit 315 Kilometern, die mittlere Auslastung der Busse mit 59 Prozent. Insgesamt betrug die sogenannte Beförderungsleistung der Fernbusse 7,3 Milliarden Personenkilometer, etwa 38 Prozent mehr als im Vorjahr.

Damit stieg auch der Marktanteil der Fernbusse am gesamten Linienverkehr mit Bussen und Bahnen (154,7 Mio. Fahrgäste) von 5,9 % (2013) und 10,9 % (2014) auf 15,0 Prozent. Im Eisenbahnfernverkehr wurden im Vergleich dazu 131,4 Millionen Personen befördert, das waren 1,9 % mehr als im Jahr 2014.

Nach Angaben von Busbetreibern ist das Wachstum ungebrochen. Marktführer Flixbus erwartet früheren Angaben zufolge nochmals 50 Prozent Zuwachs für 2016.
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Redaktion: Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB