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Sonntag, 9. August 2020,
Mega-Fusion aus PSA und FCA mit Kunstnamen

Stellantis: So heißt der neue Auto-Gigant

Ob PSA und FCA wirklich einen der größten Autokonzerne der Welt werden formen können, ist noch nicht endgültig entschieden, aber zumindest unter Auflagen wahrscheinlich. Einen Namen hat sich das Konglomerat jetzt schon gegeben: Stellantis heißt der neue Riesenkonzern.
Stellantis: So heißt der neue Auto-Gigant
PSA
Der neue große Autokonzern von
Peugeot-Gruppe und Fiat-Gruppe wird den namen Stellantis tragen
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Wenn Peugeot und Fiat Chrysler voraussichtlich im kommenden Jahr ihre geplante Fusion abschließen, wird das dann entstehende Unternehmensgruppe den Namen Stellantis tragen. Das teilten beide Gruppen am Mittwoch Abend in einer gemeinsamen Erklärung mit. Während die Wortmarke bereits jetzt gezeigt wird, soll später noch ein Logo enthüllt werden.

Stellantis geht auf das lateinische Wort "stella" für Stern bzw. das Verb "stello" zurück, was "mit Sternen aufhellen" bedeutet. Der Name sei "inspiriert von der neuen und ehrgeizigen Gruppierung berühmter Automobilmarken und starker Unternehmenskulturen", die zusammen einen der neuen Marktführer in der nächsten Ära der Mobilität schaffen und gleichzeitig den außergewöhnlichen Wert ihrer Bestandteile bewahren wollten, hieß es zur Begründung.

Stellantis werde "die Größe eines wirklich globalen Unternehmens" mit einer außergewöhnlichen Breite und Tiefe an Talenten, Know-how und Ressourcen verbinden, die in der Lage seien, die nachhaltigen Mobilitätslösungen für die kommenden Jahrzehnte bereitzustellen, so die Mitteilung. Der lateinische Ursprung des Namens würdige die reiche Geschichte seiner Gründungsunternehmen. "Der Bezug zur Astronomie trägt dem Geist des Optimismus, der Energie und der Erneuerung Rechnung, der diese branchenverändernde Fusion antreibt", fabulierten die PR-Profis.

Der Name Stellantis wird ausschließlich auf Konzernebene als Unternehmensmarke verwendet. Ob PSA und FCA als deren Teile beibehalten werden, bleibt abzuwarten. Die Namen und Logos der mehr als zahlreichen und teils sehr unterschiedlichen Gründungsmarken der Stellantis Group bleiben unverändert. Es handelt sich dabei um die italienischen Marken Alfa, Fiat und Lancia nebst den sportlichen Ablegern Ferrari und Maserati sowie um die US-Marken Chrysler, Ram, Jeep und Dodge sowie den französich-deutschen Teil mit Peugeot, Citroen, DS, Opel und Vauxhall. Auch die Zulieferer Magneti Marelli und Faurecia werden Teil von Stellantis.

Der Konzern wird nach Planungen, die noch aus der Vor-Corona-Zeit stammen, mit rund 400.000 Mitarbeitern auf jährlich 8,7 Millionen verkaufte Fahrzeuge und 170 Milliarden Euro Umsatz kommen und damit der viertgrößte Autohersteller der Welt werden. Nur VW, Renault-Nissan-Mitsubishi und Toyota sind größer.
Leserbrief Autokiste folgen date  16.07.2020  —  # 13211
text  Hanno S. Ritter
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