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Mittwoch, 2. September 2026
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Marken & Modelle Lesezeit ~ 3 Minuten

Zweite Karosserievariante mit Heckscheibe

Polestar 4: Jetzt auch als SUV

Der Polestar 4 wird zum Polestar 4 Coupé: Die Baureihe ist nun nämlich auch als SUV erhältlich. Damit wird das Auto praktischer und überdies auch etwas günstiger. Und man kann tatsächlich auch wieder hinten herausgucken.

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Polestar erweitert sein Portfolio um ein fünftes Modell. Es handelt sich um eine zweite Ausführung des Polestar 4, die statt auf ein Coupé- auf ein SUV-Package setzt. Der skandinavisch-chinesische Autobauer hat nach eigenen Angaben gerade einmal 48 Teile verändert, um die neue Karosserieversion zu realisieren. Entsprechend gibt es keine Unterschiede in der grundsätzlichen Design-Sprache.

Eine geradere Dachlinie und eine aufrecht stehende Heckklappe sollen zusätzlichen Raum schaffen, die nackten Zahlen geben dies aber nur sehr bedingt wieder: Im Heck stehen inklusive des Fachs unter dem Laderaumboden 530 Liter (Coupé: 526) bis zur Oberkante der Rücksitzlehnen bzw. 655 Liter bis zum Dachhimmel zur Verfügung. Werden die im Verhältnis 60:40 umklappbaren Rücksitzlehnen umgelegt, wächst das Gepäckvolumen auf 1.665 (1.536) Liter. Zusätzlich gibt es einen kleinen Frunk mit 15 Litern. Nahezu alle Kofferraummaße sind identisch. Durch die aufrechtere Gestaltung des Hecks bietet das SUV etwa zweieinhalb Zentimeter zusätzliche Kopffreiheit im Fond.

Der größte Unterschied findet sich im Dachabschluss. Auch das SUV verfügt serienmäßig über ein großes, festes Glasdach, das sich optional auch elektrochromatisch dimmen lässt. Das Glasdach endet jedoch klassisch am Ansatz der Heckklappe, die über eine ganz normale Scheibe verfügt. Entsprechend erhält das SUV auch einen konventionellen Innenspiegel; den digitalen gibt es aber gegen Aufpreis auch. Die durchgehende Dachreling erhöht die Alltagstauglichkeit und ermöglicht eine dynamische Dachlast von bis zu 100 Kilogramm.

Der Polestar 4 SUV verfügt über eine erweiterte Außenfarbpalette mit acht Farben, darunter die neuen Lackierungen "Aurora" (helles Silbergün) und "Ozone Matte" (helles Silberviolett mit matter Klarlack-Oberfläche).

In Sachen Fahrwerk und Antrieb sind Coupé und SUV identisch. Den Einstieg bildet die Heckmotor-Variante mit 272 PS Leistung und 343 Newtonmetern Drehmoment, darüber rangiert das exakt doppelt so starke Allradmodell. Die Beschleunigungszeiten für den Standardsprint gibt Polestar mit 7,3 bzw. 3,9 Sekunden an. Beide Varianten verfügen über eine 100-kWh-Batterie, geladen wird mit bis zu 22 kW (AC, optional) bzw. 200 kW (DC). Die Norm-Reichweite beträgt 630 beziehungsweise 600 km, das ist sogar minimal mehr als beim Coupé. Die Höchstgeschwindigkeit ist jeweils auf 200 km/h begrenzt.

Gebaut wird das Polestar 4 SUV weder in Schweden noch in China, sondern im südkoreanischen Busan. Die Fertigung dort ist bereits angelaufen, die ersten Auslieferungen sind für das vierte Quartal 2026 geplant. Die Preise beginnen bei 57.900 (RWD) bzw. 65.900 Euro (AWD) – und damit jeweils 4.000 Euro unter dem Coupé-Niveau.

Gleicher Antrieb, gleiche Länge, fast gleicher Kofferraum, gleiches Design innen und außen bis zur B-Säule: Coupé und SUV sind sehr nah beieinander. Angesichts der klassischen Heckscheibe und der niedrigeren Preise dürfte das SUV dem Coupé aber den Rang ablaufen. Und wer beide nicht mag, bekommt nächstes Jahr den Polestar-2-Nachfolger und 2028 das Kompakt-SUV Polestar 7, das in Europa gebaut werden soll – oder greift zum eng verwandten Smart #5, der etwas kleiner und etwas günstiger ist.
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