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Mittwoch, 9. September 2026
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Friedl folgt auf Reimold

Porsche: Generationswechsel beim Produktionsvorstand

Weiterer Wechsel im Vorstand von Porsche: Der Sportwagenbauer hat das Ressort für Produktion neu besetzt. Der neue Mann kommt aus den eigenen Reihen, der bisherige geht in den Ruhestand.

Porsche: Generationswechsel beim Produktionsvorstand
Porsche
Generationswechsel im Produktionsressort des Porsche-Vorstands: Friedl, Reimold
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Porsche hat zum 1. September 2026 den angekündigten Generationswechsel an der Spitze des Vorstandsressorts Produktion und Logistik vollzogen: Christian Friedl (49) folgt als Mitglied des Vorstands auf Albrecht Reimold (65), der nach mehr als zehn Jahren an der Spitze des Vorstandsressorts zum Ende der Werksferien in den geplanten Ruhestand gegangen ist.

Christian Friedl ist ein Porsche-Eigengewächs. Seine Karriere bei Porsche startete er 1999 nach dem Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule Regensburg in verschiedenen produktionsnahen Positionen in den Bereichen Motorenmontage, Karosseriebau und Lackierung. Ab 2016 war er Leiter des Porsche-Stammwerks in Zuffenhausen. 2021 wechselte er als Leiter des Seat-Stammwerks nach Martorell, ehe er 2023 als Leiter Unternehmensqualität zu Porsche zurückkehrte.

In seiner neuen Funktion verantwortet Friedl das internationale Produktions- und Logistiknetzwerk des Sportwagenherstellers. Dazu zählen unter anderem die Produktionsstandorte in Zuffenhausen und Leipzig sowie die CKD-Fertigung in Malaysia. Am Produktionsstandort Zuffenhausen wartet auf Friedl und sein Team in naher Zukunft schon eine besondere Herausforderung: Es gilt, die Integration der neuen und elektrifizierten Modellreihe 718 in die bestehende Montagelinie des 911 mit Verbrennungsmotor zu planen und umzusetzen.

Porsche-Chef Dr. Michael Leiters bezeichnete die strategische Ausrichtung des Produktionsnetzwerks und die kontinuierliche Verbesserung von Produktivität und Qualität als zentrale Aufgaben in den kommenden Jahren. Friedl bringe dafür die besten Voraussetzungen mit, denn er kenne Porsche und seine Strukturen von Grund auf. "Das gibt ihm die Möglichkeit, ohne Aufwärmphase neue Impulse zu setzen, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Standorte weiter zu stärken."

Albert Reimold (65) stand mehr als zehn Jahre an der Spitze des Vorstandsressorts des Sportwagenherstellers. Direkt zu Beginn war er dafür verantwortlich, mit der Taycan-Produktion in Zuffenhausen eine "Fabrik in der Fabrik" aufzubauen. Er steuerte die Produktion und Logistik zudem durch Krisenzeiten, etwa den Corona-Jahren oder die Halbleiterkrise.

Reimold hatte seine Ausbildung im Werkzeugmacher-Handwerk 1980 als Bundessieger beendet. Über ein Trainee-Programm kam er 1987 zu Audi, wo er 2009 die Werkleitung in Neckarsulm übernahm. Dazwischen verantwortete er den Anlauf des Lamborghini Gallardo in Italien. Vor seinem Einstieg bei Porsche 2016 leitete Reimold als Vorsitzender des Vorstands und Vorstand Technik das Mehrmarkenwerk von Volkswagen Slovakia in Bratislava.

Albrecht Reimold: "Als ich vor mehr als zehn Jahren bei Porsche begonnen habe, war ich sehr stolz als gelernter Werkzeugmacher einen Vorstandsposten zu bekleiden. Heute blicke ich mit Stolz auf das zurück, was wir in dieser Zeit gemeinsam als Team geleistet haben. Nach rund fünf intensiven Jahrzehnten im Job fällt der Abschied nicht leicht." Aufsichtsratschef Dr. Wolfgang Porsche hatte Reimold bereits im Juli für die "herausragende Arbeit" gedankt. Der scheidende Vorstand habe sich in der internationalen Automobilbranche über die vergangenen Jahrzehnte einen exzellenten Ruf erworben. "Sein tiefes fachliches Wissen war die Grundlage, um die Porsche-Produktion und -Logistik über die Jahre substanziell weiterzuentwickeln".
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