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Sonntag, 17. Dezember 2017,
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Fünf Lichtmodi, Fernlicht-Assistent und markantes LED-Tagfahrlicht

Opel Insignia erhält neues Lichtsystem mit Tagfahrlicht

Siehe Bildunterschrift
Bild anklicken für Großansicht "OK-Häkchen": LED-
Tagfahrlicht am Opel Insignia
Opel
Bei intelligenten Scheinwerfersystemen gehört Opel zu den Vorreitern. Mit der Markteinführung des Insignia im Herbst wird der Autobauer eine neue Generation des AFL (Adaptive Forward Lighting) vorstellen: Es bietet nicht nur fünf Lichtmodi und Fernlicht-Assistent, sondern auch ein LED-Tagfahrlicht – mit markantem Design. 2003 brachte Opel als erster Hersteller Kurven- und Abbiegelicht in die Mittelklasse, ein Jahr später debütierte es auch im Astra. Seit 2006 sind beide Techniken auch in Corsa und Meriva zu haben, und zwar unter Kostengesichtspunkten nicht mit der üblichen Xenon-Technik, sondern auf Halogen-Basis.

Die jetzt in einem Workshop präsentierte neue AFL-Generation geht einen großen Schritt weiter. Künftig wird die Lichtverteilung, ähnlich den bereits bei Mercedes und BMW eingeführten Systemen, automatisch am jeweiligen Streckenprofil und an den vorherrschenden Sichtverhältnissen ausgerichtet.

Insgesamt fünf verschiedene Funktionen sind vorgesehen. Im einzelnen sind dies ein "Spielstraßenlicht", das bei Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h aktiviert wird und den Lichtkegel um acht Grad zum jeweiligen Straßenrand dreht. Unterhalb von 50 km/h schaltet die Elektronik das "Stadtlicht" an, das bei reduzierter Reichweite eine breitere Lichtverteilung gewährleistet.

Das "Landstraßenlicht" (50-100 km/h) leuchtet den linken und rechten Fahrbahnrand heller und weiträumiger aus als konventionelles Abblendlicht. Beim "Autobahnlicht" leuchtet der Lichtkegel die Fahrbahn deutlich weiter aus und betont dabei auch stärker den linken Fahrbahnrand. Dieser Modus schaltet sich bei Geschwindigkeiten ab 100 km/h automatisch ein, allerdings nur, wenn die über den Lenkwinkelsensor festgestellten Kurvenradien vermuten lassen, dass es sich nicht um das Streckenprofil einer Landstraße handeln kann.

Das "Schlechtwetterlicht" aktiviert sich bei Regen oder Schneefall, wenn der Regensensor Niederschlag feststellt oder der Scheibenwischer betätigt wird. Es variiert sowohl die Verteilung als auch die unterschiedliche Leistung des Lichts - links wird die Leistung zugunsten geringer gegenverkehr-Blenung etwas gemindert, rechts zur Ausleuchtung des FAhrbahnrandes erhöht.

Zu diesen fünf Modi kommen der von BMW bekannte Fernlicht-Assistent, der nach Aktivierung das Fernlicht in Abhängigkeit von Gegenverkehr und vorausfahrenden Fahrzeugen automatisch ein- und ausschaltet sowie das bereits bekannte statische Abbiege- und dynamische Kurvenlicht.

Nicht zuletzt hat Opel sich endlich auch dem Thema Tagfahrlicht gewidmet. So wird AFL eine entsprechende Funktion auf verschleiß- und spritsparender LED-Basis umfassen. Neben dem Sicherheitsaspekt dürfte dies die Marke mit dem Blitz auch in punkto Image voranbringen: Die von den Designern geschaffene Grafik eines Zwei-Drittel-Dreiecks am oberen äußeren Schweinwerferrand garantiert einen hohen Aufmerksamkeits- und Wiedererkennungswert. Intern wird das Tagfahrlicht noch als "OK-Häkchen" bezeichnet, aber das Marketing dürfte sich bis zur Einführung des Insignia sicher noch einen hippere Bezeichnung einfallen lassen. Nach Audi und BMW hat damit Opel als dritter Hersteller eine eigene "Lichtsprache" vorne am Auto.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date 12.01.2008  —  # 6810
text Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB
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