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Mehr Platz im Interieur / Gelungenes Design / Markteinführung im September
Vorstellung: Renault Mégane Kombi und Stufenheck-Limousine
Alle, denen das Schrägheck-Modell dann doch einen Tick zu unkonventionell ausgefallen ist, dürfen aufatmen - Kombi und Limousine verzichten auf den extravaganten Heckschwung. All jene, denen gerade das Design am Mégane gefällt, müssen aber auch nicht verzagen - sowohl der Kombi als auch die Limousine sind optisch insgesamt ansprechend geratene Autos.
Den Mégane Kombi prägt deutlich die Verwandtschaft zum Laguna Grandtour. Von ihm übernimmt er die Lifestyle-Orientierung - wobei sein Kofferraum größer ist als der des Vorgängermodells. Insbesondere die gestreckte und nach hinten abfallende Linie, die vertikal angeordneten Heckleuchten, die serienmäßigen 17-Zoll-Räder und die Dachgalerie verleihen dem Kombi einen dynamischen Auftritt. Auch die Limousine wirkt wie aus einem Guss und versprüht gar einen Hauch von Eleganz - gerade in der unteren Mittelklasse eher selten anzutreffen. Wer hätte noch vor ein paar Jahren gedacht, dass Renault einmal zu solch einem Styling fähig sein würde?
Im Gegensatz zu manch anderem Kombi oder manch anderer Limousine, deren Radstand und hintere Türen die gleichen Maße aufweisen wie die der zu Grunde liegenden Schräghecklimousinen, bieten die beiden neuen Mégane-Varianten einen gegenüber dem Fünftürer um 61 Millimeter verlängerten Radstand. So profitieren die Fondpassagiere von einer Kniefreiheit (230 mm), wie sie kein Mitbewerber zu bieten hat. Die hinteren Türen sind deutlich breiter als beim Fünftürer und ermöglichen ein komfortables Ein- und Aussteigen. Auch der Überhang hinten fällt deutlich größer aus als beim Drei- und Fünftürer: Bei der Stufenhecklimousine ist er 228 Millimeter und beim Kombi 230 Millimeter länger. Folge: Beide Modelle warten mit einem Stauvolumen von jeweils 520 Litern auf. Das sind 35 Liter mehr als bei der Vorgängerversion des Kombi und 10 Liter mehr als bei der bisherigen Stufenhecklimousine.
Großen Wert legen die Franzosen neuerdings auch auf ein gutes Fahrwerk und hohe Sicherheit. ESP und eine geschwindigkeitsabhängige elektrische Servolenkung sind folgerichtig ebenso Serie wie ein Bremsassistent und die automatische Reifenluftdruckkontrolle. Die passive Sicherheit dürfte auf ähnlich hohem Niveau liegen wie beim Schrägheck-Pendant, das im EuroNCAP die Bestwertung von fünf Sternen erreichen konnte (Autokiste berichtete).
Beide neuen Modelle bieten praktische Details wie zum Beispiel Sonnenrollos in den Fondtüren. Die Limousine verfügt darüber hinaus über Sonnenrollos für die Heckscheibe und ein geschlossenes Staufach. Außerdem vergrößerte Renault den Neigungswinkel der hinteren Rückenlehne (+ 27 Grad). Je nach Version bekommen Mégane-Käufer auch das schlüssellose Zugangssystem "Handsfree Entry & Drive", ein Navigationssystem mit ausklappbarem 16:9-Bildschirm, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Regen- und Lichtsensoren sowie (in allen Versionen) die Tankklappe mit integriertem Tankdeckel.
Das Angebot an Vierzylinder-Benzinmotoren umfasst den bekannten 1,4 Liter-Benziner mit 95 PS als Basis sowie die ebenfalls nicht neuen 1,6- und 2,0-Liter-Varianten mit 115 bzw. 140 PS. Wer einen Diesel bevorzugt, kann zwischen zwei 1,5 Liter-Aggregaten mit 82 bzw. 100 PS sowie der 1,9 Liter-Maschine mit 120 PS und einem auf 300 Nm gesteigerten Drehmoment wählen. Bei den Selbstzündern handelt es sich ausschließlich um Direkteinspritzer-Turbodiesel mit Common-Rail-Technik. Die Kraftübertragung erfolgt je nach Motorisierung über ein Fünf- bzw. Sechsgang-Schaltgetriebe auf die Vorderachse. Einige Motorisierungen (1.6, 2.0 und 1.5 dCi mit 100 PS) sind zudem mit dem proaktiven Automatikgetriebe mit Impulsschaltung erhältlich.
Neben den sechs Motorisierungen hat der Kunde ferner die Qual der Wahl zwischen vier Designlinien ("Authentique", "Expression", "Dynamique" und "Privilège") und drei Ausstattungsniveaus (Grundausstattung, "Confort" und "Luxe").
Durch die zeitgleiche Markteinführung der neuen Generationen des Mégane Kombi und der viertürigen Mégane Limousine will Renault die Verkaufsergebnisse der beiden Vorgängermodelle, die im Oktober 1996 (Mégane Classic) bzw. im Mai 1999 (Kombi) auf den Markt kamen, noch übertreffen. Bis Ende 2002 liefen von beiden Varianten nach Unternehmensangaben mehr als 650.000 Einheiten vom Band. Mehr als zwei Drittel des Absatzes der Nachfolger soll in Märkten außerhalb Westeuropas erfolgen - dies betrifft insbesondere die Limousine, die etwa hierzulande schon aus Imagegründen derzeit keinen allzu großen Erfolg haben dürfte. Produziert werden beide Fahrzeugtypen denn auch an firmeneigenen Produktionsstandorten in Spanien (Kombi) und in der Türkei (Limousine).
Die Markteinführung ist für September geplant. Preise sind noch nicht bekannt, ein größerer Aufschlag gegenüber den Vorgängermodellen ist jedoch nicht zu erwarten.












