Das unabhängige Portal rund um Automobil & Verkehr
Freitag, 16. November 2018,
Bretter, Reifen, Fahrräder, Klavier und mehr auf einer C-Klasse

Panorama: Hoffnungslos überladener Mercedes

Ein Auto zu überladen, kann passieren. Es absichtlich zu tun, ist dämlich. Es so krass zu machen wie jetzt ein Mercedes-Fahrer in Baden-Württemberg, ist an Risikobereitschaft für sich und andere und an Dummheit kaum mehr zu toppen.
Panorama: Hoffnungslos überladener Mercedes
Polizei Ludwigsburg
Bretter, Reifen, Fahrräder und Gedöns auf dem Dach,
Klavier und Stuhl auf dem Radträger: Unsicher bis zum Abwinken
ANZEIGE
Die Polizei hat auf der Autobahn 8 zwischen der Anschlussstelle Leonberg-Ost und dem Autobahnkreuz Stuttgart am vergangenen Samstag einen völlig überladenen Mercedes gestoppt. Zuvor hatten am frühen Morgen mehrere Verkehrsteilnehmer trotz Dunkelheit das Fahrzeug entdeckt und die Polizei informiert.

Als das C-Klasse T-Modell schließlich von einer Streifenwagenbesatzung festgestellt und auf das Gelände der Verkehrspolizeidirektion geleitet werden konnte, staunten die Beamten nicht schlecht. So hatte der 46jährige Fahrer einerseits auf den Dachgepäckträger zunächst schwere Holzplatten, darüber zwei Lagen Reifen und schließlich Fahrräder und zahlreiche andere Gegenstände geladen. Andererseits war der am Heck angebrachte Fahrradträger umfunktioniert worden. Dort, wo sonst je nach Bauart maximal 60 Kilogramm zulässig sind, transportierte der Mann ein Klavier, auf dem oben auf noch ein Bürostuhl thronte.

Insgesamt war das Auto laut Polizei mit 400 Kilogramm überladen; die Reifen hatten sich bereits stark erwärmt. Zu allem Überfluss - wie könnte es anders sein - war die Ladung nur mangelhaft gesichert. Die Polizei erlaubte die Weiterfahrt erst, als der Mann einen Anhänger organisiert und die Fracht umgeladen hatte. Der aus Rumänien stammende Mann musste lediglich eine Sicherheitsleistung in Höhe von gerade einmal 95 Euro hinterlegen.
Weiterempfehlen Leserbrief Autokiste folgen date  19.10.2018  —  # 12764
text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB