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Freitag, 21. September 2018,
ADAC-Zentrum schließt / Hoffnung auf Belebung des Rings

Porsche baut Erlebniscenter am Hockenheimring

Sechs Experience Center hat Porsche schon, im nächsten Jahr kommt ein weiteres hinzu: Am Hockenheimring in Baden kann künftig bei dem Sportwagenbauer gegessen, geshopt, getroffen, gefachsimpelt und auch gefahren werden. Die Beteiligten hoffen auf eine Belebung des Ringgeschehens.
Porsche baut Erlebniscenter am Hockenheimring
Rendering: Porsche
Ende 2019 soll das neue Experience Center
von Porsche im herzen des Hockenheimrings eröffnen
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Am Hockenheimring entsteht das weltweit siebte Kundenerlebniszentrum von Porsche. Auf einem rund 176.000 Quadratmeter großen Teilstück im Herzen der traditionsreichen Rennstrecke werden in den kommenden zwei Jahren ein Gebäudekomplex, eine Handlingstrecke, Fahrdynamikflächen und ein Offroadparcours realisiert. Das teilte Porsche heute in Stuttgart mit. Baubeginn ist für Mitte 2018 geplant, Ende 2019 soll das Experience Center den Betrieb aufnehmen.

Architektonisch trägt das neue die Handschrift der bereits existierenden Porsche Experience Center. Verteilt auf drei Stockwerke entstehen auf einer Fläche von 4.500 Quadratmetern Eventflächen, Veranstaltungs- und Meetingräume, ein Shop, eine Lounge sowie Restaurant und Café. Außerdem sind Werkstätten sowie Ausstellungsflächen für Fahrzeuge vorgesehen. Eine Schnellladeinfrastruktur sorgt für Betankung der Hybridfahrzeuge sowie des kommenden E-Porsche. Auf dem rund 5.200 Quadratmeter großen Offroadparcours können Macan und Cayenne gefordert werden.

"In den Porsche Experience Centern können unsere Kunden und Fans die Performance unserer Fahrzeuge sowie die Faszination der Marke hautnah erleben", sagt Detlev von Platen. "Mit dem neuen Standort bauen wir dieses einzigartige Angebot weiter aus." Porsches Vertriebs- und Marketing-Vorstand verortet das rund anderthalb Autostunden entfernte Hockenheim als "nahe des Stammwerks in Zuffenhausen" gelegen. Porsche betreibt solche Zentren bereits in Leipzig, Le Mans, Silverstone, Atlanta und Los Angeles, das in Shanghai wird dieser Tage eröffnet.

Die Stadt Hockenheim und die Hockenheim Ring GmbH haben für die Ansiedlung Grundstücksflächen über Erbbaurecht- und Pachtverträge im Innenbereich des Rings zur Verfügung gestellt, diese bleiben damit im Eigentum der Stadt. Porsche wird sie langfristig mieten.

Das Experience Center entsteht anstelle des bisherigen ADAC-Fahrsicherheitszentrums (FSZ), das Ende des Jahres seinen Betrieb einstellen wird. Man habe mit dieser Entscheidung dem Wunsch der Stadt Hockenheim entsprochen, ein neues Konzept im Kontext der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Ausrichtung des Hockenheimrings zu ermöglichen, erklärt Andreas Hartel, Geschäftsführer der Betreiber-GmbH. Die Mitarbeiter erhielten die Möglichkeit, von Porsche übernommen zu werden.

Die Beteiligten - Stadt, der Investor emodrom group und die Hockenheimring-Gesellschaft - erhoffen sich nach den Worten von Hockenheimring-Chef Georg Seiler, dass die Ansiedlung von Porsche andere Multiplikatoren wie Wirtschaftsunternehmen, Hochschulen oder auch Verbände an die Rennstrecke lockt.
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text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB