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Sonntag, 24. September 2017,
2.500 Einheiten auf Transit-Basis bis Ende 2018 geplant

DHL und Ford zeigen den großen E-Transporter

VW und Mercedes wollten der Deutschen Post DHL keinen Elektro-Transporter bauen, da hat die Post es mit dem StreetScooter einfach selbst gemacht. Für den Bedarf an einem größeren Modell konnte sich die kleine Tochterfirma die Kooperation mit Ford sichern. Die Vorserienproduktion läuft bereits.
DHL und Ford zeigen den großen E-Transporter
Ford
Bald in vielen Städten: Der große E-Transporter
von DHL-StreetScooter basiert auf dem Ford Transit
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Die Deutsche Post DHL Group und Ford haben heute in Köln ihren gemeinsam produzierten E-Transporter vorgestellt. Basis des Fahrzeugs, das unter dem Namen "StreetScooter WORK XL" eingeführt wird, ist ein Ford Transit Fahrgestell, das mit einem batterieelektrischen Antriebsstrang und einem Karosserieaufbau nach Vorgaben von DHL ausgestattet wird.

Noch in diesem Jahr sollen rund 150 Vorserienfahrzeuge des Transporters im StreetScooter-Werk in Aachen produziert werden und bei DHL in der Paketzustellung zum Einsatz kommen. Die Ziele sind ambitioniert: Schon bis Ende 2018 sollen 2.500 Fahrzeuge die Werkshallen verlassen. Perspektivisch ist auch der Verkauf des Work XL an Drittkunden vorgesehen, so wie dies neuerdings auch bei den StreetScooter-Modellen Work und Work L praktiziert wird.

"Pro Jahr und Fahrzeug können ca. fünf Tonnen CO2 und 1.900 Liter Diesel eingespart werden", frohlocken die Partner. Hochgerechnet auf 2.500 Einheiten stehen bereits 12.500 Tonnen CO2 und 4,75 Millionen Liter Diesel unter dem Strich. Auch Schadstoffe wie das gerade buchstäblich in aller Munde befindliche NOx stoßen die E-Transporter naturgemäß nicht aus. Ob zur "Betankung" ausschließlich regenerativ erzeugter Strom verwendet wird, lässt DHL offen, ist aber wohl zu unterstellen.

Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post - eCommerce - Parcel von Deutsche Post DHL Group, bezeichnet den Work XL als das optimale Fahrzeug für die Paketzustellung in Großstädten und Ballungsräumen. Es werde DHL in die Lage versetzen, die wachsenden Paketmengen noch umweltfreundlicher - nämlich schadstofffrei und leiser - zu bewältigen. "Zugleich untermauern wir mit unserem Engagement unseren Anspruch, Marktführer in der grünen Logistik zu sein."

Der elektrisch betriebene Transporter hat ein Ladevolumen von 20 Kubikmetern aufweisen und Platz für über 200 Pakete bieten. Der Work XL verfügt über ein modulares Batteriesystem mit 30 bis 90 kWh, das Reichweiten zwischen 80 und 200 km ermöglicht. Die große Variante unterscheidet sich nicht nur in puncto Größe, Design und Reichweiten von seinen kleineren "Geschwistern" Work und Work L mit vier bzw. acht Kubikmetern Ladevolumen, sondern auch in baulicher Hinsicht: Der mit Regalen versehene Laderaum ist vom Fahrerhaus begehbar. Beladen werden kann das Fahrzeug über die Heckklappe und eine Schiebetür an der rechten Seite.

DHL hat nach eigenen Angaben bereits über 3.000 StreetScooter sowie rund 10.500 Pedelecs im Einsatz. Dies macht den Konzern zum Betreiber der größten E-Flotte in Deutschland.
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text  Hanno S. Ritter
IM KONTEXT: DER BLICK INS WEB